11.10.2017

Jugendnetzwerk Wels: Werte im Wandel - was junge Menschen brauchen, um in der Arbeitswelt Fuß fassen zu können

Volles Haus beim Jugendnetzwerktreffen in Wels: Rund 50 Personen aus sozialen Organisationen, Schulen und Betrieben diskutierten in der AK-Bezirksstelle Wels zum Thema „Arbeitsfähigkeit und Werte“. Fazit: War es für die heutige Erwachsenengeneration noch eine klar ersichtliche Perspektive, dass Ausbildung und Arbeit zu mehr Wohlstand führen, so stellt sich die Situation für die Jugendlichen von heute ganz anders dar.

Welche Werte bringen Jugendliche in die Arbeitswelt von heute mit und welche werden von ihnen erwartet? Welche Unterstützung brauchen Jugendliche, wenn diese nicht konform gehen? Diese und ähnliche Fragen wurden diese Woche von Expertinnen und Experten bei einem Jugendnetzwerktreffen in der Arbeiterkammer Wels erörtert und anschließend lebhaft diskutiert.

War früher alles besser?

Ergebnis: Als die heutigen Erwachsenen in ihrer Jugendzeit auf Jobsuche waren, standen sie einer völlig anderen Situation gegenüber. Sie wussten: Ausbildung führte im Regelfall zu einer Beschäftigung, von der sie (gut)leben konnten. Der damit einhergehende Wohlstand brachte den Arbeitnehmern/-innen mehr Wohlbefinden. Dieser logische Schluss von damals gilt heute nicht mehr. Junge Menschen gehen oftmals einer Beschäftigung nach, von der sie ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten können. 

Der Referent des Treffens, Gerald Koller vom Forum Lebensqualität Österreich, skizzierte in diesem Zusammenhang die Bedeutung von Werten. Diese können nur entstehen, wenn junge Menschen Beziehungen pflegen, die sie stärken und die ihnen das Rüstzeug für einen gelungenen Einstieg in ein erfolgreiches Arbeitsleben geben. „Das fehlt vielen heutzutage. Darum sind Schulen, Unternehmen und Institutionen gefragt, positive Werte und stärkende Beziehungen vorzuleben“, sagt Koller.

Zeil ist Vollbeschäftigung

Im Bezirk Wels ist diesbezüglich schon einiges auf Schiene. „Der regelmäßige Austausch im Netzwerk soll das Bewusstsein dafür schärfen, dass auch lernschwächere Jugendliche mit mäßigen Zeugnissen eine Berufschance bekommen müssen. Wir haben gute Beispiele dafür, wie das in einigen Betrieben funktioniert. Davon profitieren auch andere Unternehmen, weil sie lernen, wie sie mit unterschiedlichen Werten und den Lebenswelten der jungen Menschen umgehen können“, erklärt AK-Bezirksstellenleiterin Dr.in Michaela Petz. Denn nur wenn das gelingt, kann das oberste Ziel des Jugendnetzwerkes erreicht werden: dass alle Jugendlichen in der Region eine Ausbildung bekommen und die Chance auf Beschäftigung haben.

Das Jugendnetzwerk Wels ist ein Netzwerk aus politischen Akteuren/-innen, Institutionen, Organisationen und Wirtschaft. Es engagiert sich für Jugendliche am Übergang Schu-le/Arbeitswelt. Bei Interesse wenden Sie sich an wels@akooe.at.

Foto von der Tagung

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Jugendnetzwerk Wels: Werte im Wandlel - Tagung © -, AK Oberösterreich

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Von links: Stipo Luketina (Jugendcoach der sozialen Initiative), Michaela Petz (Leiterin der AK Wels), Reinhard Koch (Lehrlingsausbilder bei Sterner Werkzeugbau), Othmar Kraml (Leiter des AMS Wels), Karin Mach (Di@log AK Oberösterreich), Gerald Koller (Forum Lebensqualität Österreich), Henriette Steinauer (Junior High School HS 6 Wels Vogelweide)

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