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Beschäftigungsforum Wels: neue Arbeitsmarkt-Perspektiven entwickeln

"Die beste Arbeitslosenversicherung ist Bildung!" Das war das Resümee des ersten Beschäftigungsforums in Wels, das AMS-Geschäftsführer Othmar Kraml auf den Punkt brachte. Das Beschäftigungsforum Wels ist eine Initiative der AK-Bezirksstelle Wels und regionaler Partnerinnen und Partner. "Wir wollen vernetzen, Know-how und Ressourcen bündeln und in Zukunft zu Beschäftigungsfragen in Wels gemeinsam und strategischer vorgehen", erklärt die Initiatorin Michaela Petz, Leiterin der AK-Bezirksstelle Wels.

Massiver Strukturwandel in Wels

Die Welser Wirtschaft hat in den letzten Jahrzehnten einen massiven Strukturwandel erlebt. Mit den Veränderungen hin zu mehr Arbeitsplätzen in der Dienstleistungsbranche und im Gesundheits- und Pflegebereich liegt die Region durchaus im Oberösterreichschnitt.

Das Jobangebot wird in den kommenden Jahren laut der aktuellen Beschäftigungsprognose des WIFO bis 2016 um etwa 0,9 Prozent pro Jahr steigen. Vor allem Teilzeitjobs im Dienstleistungsbereich werden mehr. Der Anteil jener Berufe, für die ein Fachschul- oder Lehrabschluss notwendig ist, wird 2016 in OÖ über dem Österreichschnitt von 50,8 Prozent bei 52,1 Prozent liegen und weiterhin die dominante Qualifikationsebene sein.

Qualifikation ist Schlüssel zur Erfolg

Handlungsbedarf ergibt sich aus den ständig steigenden Qualifikationsanforderungen. 2016 wird nur mehr für jeden 10. Arbeitsplatz ein Pflichtschulabschluss ohne weitergehende Ausbildung genügen. Und dementsprechend wird die stärkste Beschäftigungsdynamik laut Aussage von AK-Arbeitsmarktexperten Rudolf Moser für hoch- und höher qualifizierte Arbeiten erwartet.

Gleichzeitig sprechen heute die Betriebe in der Region schon davon, dass sie keine Fachkräfte aus der Region mehr bekommen, Potential ist aber da, wie die aktuellen Arbeitsmarktdaten zeigen. „Sehr oft passt aber die Qualifikation mit den Anforderungen der Arbeitsplätze nicht zusammen“, weiß Kraml aus der täglichen Praxis. Hier gäbe es konkretes Betätigungsfeld.

Wels aktiv gestalten und entwickeln


Beschäftigungsforum Wels © AK Wels, -

"Um diesen Herausforderungen gut begegnen zu können, müssen wir aktiv etwas tun und nicht warten, bis wir vor vollendete Tatsachen gestellt werden und nur mehr reagieren können“, ist AK-Bezirksstellenleiterin Dr. Michaela Petz überzeugt.

Deshalb hat sie Entscheidungsträger/-innen aus Wels zum ersten „Beschäftigungsforum Wels“ eingeladen. „Wir können natürlich dem aktuellen Trend damit begegnen, indem wir auf Zuwanderung aus anderen oberösterreichischen, strukturschwachen Regionen setzen und uns dort die Fachkräfte herholen“, sagt Petz. Viel vernünftiger sei es aus ihrer Sicht aber, in Wels selber aktiv zu gestalten und neue Beschäftigungsperspektiven für die Menschen, die hier ihren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt haben, zu entwickeln.

Beschäftigungsforum soll regelmäßig stattfinden

Und weil das einer allein nicht kann, will Petz in Zukunft in regelmäßigen Abständen zum Beschäftigungsforum einladen und gemeinsamen mit möglichst vielen Entscheidungsträgern/-innen und Gestalter/-innen in der Region in einem lokalen Beschäftigungspakt an konkreten Fragestellungen in der Region zur Beschäftigungssituation arbeiten. Zentrale Themen dabei werden die Erstausbildung und natürlich auch die Weiterbildung sein.

„Ziel des ersten Netzwerkmeetings“, so Petz, „war es, gemeinsame Fragestellungen und Brennpunkte auszuloten, um in einem nächsten Schritt zu überlegen, was wir in Zukunft gemeinsam in Kooperationen und durch noch mehr Bündelung von Ressourcen und Kompetenzen, die jeder einbringen kann, in Hinblick auf eine immer vielfältig werdende Bevölkerungs- und Beschäftigungsstruktur in unserer Region tun können.“


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