23.08.2019

Erst nach Ur­teil zahl­te Fir­ma rund 5.100 Euro off­enes Ge­halt - AK Wels er­stritt im er­sten Halb­jahr rund 2,8 Mill­ionen Euro

„Immer wieder kommt es vor, dass Arbeitgeber die Gesetze missachten. In vielen Fällen müssen wir für die Beschäftigten um offene Zahlungen kämpfen - und wir tun das, wenn nötig, auch vor Gericht“, sagt die Bezirkstellenleiterin der AK Wels, Dr.in Michaela Petz. Exakt 342.898 Euro hat die AK Wels im ersten Halbjahr 2019 für Mitglieder im Bezirk erwirkt, denen von ihren Arbeitgebern Geld vorenthalten worden war. Dazu kamen noch 2,503.479 Euro an sozialrechtlichen Ansprüchen. Ein Fall, der sehr deutlich zeigt, dass manche Arbeitgeber die Rechte ihrer Beschäftigten mit Füßen treten, ist jener einer Angestellten aus Wels. Ihr Arbeitgeber kündigte sie und zahlte ihr bis zum Auslaufen der Kündigungsfrist kein Gehalt mehr. Erst das Einschreiten der AK bis vor Gericht brachte der Frau die offenen Zahlungen ein - mehr als 5.100 Euro brutto. 

Die Rechtsberater/-innen der AK-Bezirksstelle Wels haben alle Hände voll zu tun. 5.794 AK-Mitglieder suchten im ersten Halbjahr 2019 bei ihnen telefonisch, persönlich oder per E-Mail beziehungsweise schriftlich Rat in arbeits- und sozialrechtlichen Angelegenheiten. 

Kein Ge­halt nach Künd­igung

Eine Angestellte aus Wels etwa wandte sich an die AK. Sie war etwas mehr als 7 Monate lang als Grafikerin bei einer Firma im Bezirk Grieskirchen beschäftigt und wurde völlig unerwartet gekündigt. Der Arbeitgeber hielt sich nicht an die gesetzliche Kündigungsfrist und wollte die ihr zustehenden Postensuchtage nicht genehmigen. Als die Frau in der Kündigungsfrist krank wurde, bezahlte er - trotz ordnungsgemäßer Meldung des Krankenstands und ärztlicher Krankschreibung - einfach das Gehalt im Rahmen der Entgeltfortzahlung nicht mehr. 

AK ging vor Ge­richt

Am Ende blieb der Arbeitgeber der Frau das Gehalt für 6 Wochen schuldig. Die AK Wels nahm sich der Sache an und intervenierte 3 Mal bei der Firma - ohne Erfolg. Also musste die AK Klage einreichen. Erst nach einem Urteil bekam die Frau ihre offenen Ansprüche - rund 5.100 Euro brutto zuzüglich Zinsen für die verspätete Auszahlung.

"Immer wie­der kommt es vor, dass Arbeit­geber die Ge­setze miss­achten. In viel­en Fäll­en müssen wir für die Be­schäf­tigten um off­ene Zahl­ungen kämpfen - und wir tun das, wenn nötig, auch vor Ge­richt."

Dr.in Michaela Petz

AK-Bezirksstellenleiterin

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"Immer wie­der kommt es vor, dass Arbeit­geber die Ge­setze miss­achten. In viel­en Fäll­en müssen wir für die Be­schäf­tigten um off­ene Zahl­ungen kämpfen - und wir tun das, wenn nötig, auch vor Ge­richt."

Dr.in Michaela Petz

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