28.02.2019

AK Wels - starke Bilanz 2018: Mehr als 4,6 Millionen Euro erkämpft

Knapp 102 Millionen Euro hat die Arbeiterkammer Oberösterreich landesweit für ihre Mitglieder im Jahr 2018 erkämpft, davon rund 1,1 Millionen im Bezirk Wels . Auch im neuen Jahr ist die AK gut aufgestellt: Unter anderem durch das AK-Zukunftsprogramm mit neuen Leistungen zu Bildung, Wohnen, Digitalisierung und Pflege. „Wir sind eine starke Partnerin für unsere Mitglieder in allen Bezirken“, so AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. 

Über 10.100 Mitglieder-Beratungen 

Beratung und Rechtsvertretung sind das Kerngeschäft der Arbeiterkammer. 6 von 10 Beratungen finden am Telefon statt, 39 Prozent kommen direkt zu den Mitarbeitern/-innen vor Ort in die Bezirksstelle. Insgesamt haben sich 2018 über 10.100 Menschen an die AK Grieskirchen gewandt. 

282 offene Überstunden: AK musste einschreiten

Mehrere Jahre lang leistete eine Arbeitnehmerin ihren Dienst als Küchenhilfe in einem Betrieb im Salzkammergut. Die Saisonarbeiterin musste von Anfang März bis Ende August viel mehr arbeiten, als die vertraglich geregelte 5-Tage Woche. Einen Teil der Überstunden konnte sie als Zeitausgleich abbauen. Auch Feiertagsentgelte zahlte der Betrieb nie. Als das Arbeitsverhältnis beendet war, fehlten 282 Überstunden. Die Arbeitnehmerin forderte ihren Arbeitgeber auf, diese zu bezahlen. Doch der behauptete, sie habe diese bereits durch Zeitausgleich abgebaut und weigerte sich, zu zahlen.
Also intervenierte die AK für die Frau, die sehr genaue Arbeitszeitaufzeichnungen führte. Diese ermöglichten der AK, die offenen Stunden nachzufordern. Der Betrieb wollte es offenbar nicht auf einen Rechtsstreit hinauslaufen lassen und bezahlte für die offenen Stunden: rund 3.800 Euro.

Erhöhung der Pflegestufe für 74-Jährige erkämpft

Für eine 74-Jährige aus Wels erkämpfte die AK eine höhere Pflegegeldstufe. Die Frau litt an Diabetes und an einer starken Gehbehinderung durch eine Arthrose am Knie, die ihr starke Schmerzen bereitete. Auch kognitive Defizite nahmen zu. Die Frau erhielt von der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) nur Pflegegeld der Stufe 1, also 157,30 Euro pro Monat. Diese wird bei einem Betreuungsaufwand von 65 bis 95 Stunden pro Monat gewährt. Sie benötigte aber Hilfe in einem deutlich höheren Stundenausmaß, etwa beim An- und Auskleiden, bei der täglichen Körperpflege, bei der Essenszubereitung und bei der Einnahme von Medikamenten sowie bei der Mobilitätshilfe.
Die AK klagte also gegen den Bescheid der PVA, ein neuerliches Gutachten wurde in Auftrag gegeben. Dieses bestätigte einen Aufwand von rund 150 Pflegestunden pro Monat. Die PVA musste der Frau rückwirkend ab Februar Pflegegeld der Stufe 3 bezahlen (Pflegeaufwand ab 120 Stunden pro Monat) – 451,80 Euro, also monatlich um 294,5 Euro mehr als von der PVA ursprünglich zuerkannt.

"Wir sorgen dafür, dass die Arbeitnehmer­innen und Arbeitnehmer in Ober­österreich zu ihrem Recht kommen."

Dr. Johann Kalliauer

AK Präsident

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