11.04.2019

10 Jahre AK-Jugend­netz­werke: Bessere Chancen auf einen guten Berufs­einstieg für sozial benachteiligte Jugendliche aus Wels

Seit 10 Jahren bringt das Jugendnetzwerk der AK Oberösterreich Menschen zusammen, die sich Gedanken darüber machen, wie Jugendliche aus schwierigen sozialen Verhältnissen in die Arbeitswelt integriert werden können. Diese Menschen kommen aus Schulen, Ämtern, Institutionen und Organisationen sowie Unternehmen. Gemeinsam packen sie die regionalspezifischen Herausforderungen am Schopf und unterstützen die jungen Menschen, einen Beruf zu erlernen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. „Ohne diese Unterstützung würden es tausende Jugendliche in Oberösterreich deutlich schwerer haben“, sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Jugend­netzwerk: 1.200 Personen bringen sich ein

Die Wurzeln der Jugendnetzwerke liegen in Gmunden, wo sich engagierte Personen aus der Region regelmäßig unter der Schirmherrschaft der Arbeiterkammer trafen, um Strategien zur besseren Einbindung von sozial benachteiligten oder lernschwachen Jugendlichen in den (ersten) Arbeitsmarkt zu entwickeln. Diese Treffen haben sich inzwischen in ganz Oberösterreich etabliert. Rund 1.200 Personen sind im gesamten Bundesland in den Jugendnetzwerken der Arbeiterkammer aktiv.

Vorteile auch für Unternehmen

Zahlreiche Unternehmen haben die Vorteile der intensiven Vernetzung für sich erkannt, beteiligen sich an den gemeinsamen Überlegungen und setzen innovative Projekte um, in denen sie schwächere Jugendliche gezielt fördern und ihnen eine Berufsausbildung ermöglichen. „Unser Erfolgsrezept ist es, schwächere Jugendliche mit Stärkeren zusammen zu bringen. Die Schwachen holen so unglaublich schnell auf. Einige Jugendliche, die bei uns eine Teillehre begonnen haben, schließen nun mit einer regulären Lehre ab“, berichtet Reinhard Koch, Lehrlingsbeauftragter in der Starlim Spritzguss GmbH. Dass man die Potentiale schwächerer Jugendlicher nutzen soll, davon ist auch Werner Lehner, Leiter der Lehrwerkstätte von der BRP-Rotax GmbH & Co KG überzeugt: „Jeder junge Mensch trägt einen Rucksack mit sich. Bei manchen ist dieser Rucksack leicht und bei anderen eben schwerer. Es lohnt sich, diesen Rucksack zu öffnen und rein zu sehen. Wenn man sich um einen Jugendlichen mit 3 Fünfern in der Mittelschule ehrlich bemüht, wird man überrascht sein, was in ihm steckt.“

Zeitbombe Jugend-Arbeitslosig­keit bekämpfen

Der Arbeiterkammer Oberösterreich ist die Vernetzung am Übergang von der Schulausbildung in eine berufliche Laufbahn sehr wichtig. „Die Jugendnetzwerke sollen dazu beitragen, dass ausgrenzungsgefährdete Jugendliche nicht am Rand der Gesellschaft bleiben, sondern ihren Platz im Berufsleben und in der Gesellschaft finden“, sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer und fügt hinzu: „Ohne das Engagement unserer zahlreichen Partnerinnen und Partner hätten wir mit Sicherheit noch viel mehr arbeitslose Jugendliche. Sie übernehmen eine enorme gesellschaftspolitische Verantwortung und leisten eine wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der tickenden Zeitbombe Jugend-Arbeitslosigkeit.“

Hinweis

Betriebe, Schulen und Organisationen, die Jugendliche unterstützen, können sich an das Jugendnetzwerk Oberösterreich wenden und mitarbeiten. Weiterführende Informationen zu den Aktivitäten sowie regionale Kontaktdaten gibt es unter www.jugendnetzwerk-ooe.at. 

„Ohne diese Unter­stützung würden es tausende Jugendliche in Ober­österreich deutlich schwerer haben"

Dr. Johann Kalliauer

AK Präsident

Kontakt

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4600 Wels

TEL: +43 50 6906 5318
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„Ohne diese Unter­stützung würden es tausende Jugendliche in Ober­österreich deutlich schwerer haben"

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