31.10.2019

Fach­hoch­schule Steyr startet mit AK-Hilfe ein Projekt für Beschäftigte im Rechnungs­wesen der digitalen Zukunft

Die Arbeitswelt ist im Umbruch. Der AK-Zukunftsfonds unterstützt Projekte, die Arbeitnehmern/-innen helfen, mit der Digitalisierung zurecht zu kommen. Eine dieser Initiativen ist jetzt in Steyr an den Start gegangen: Die Fachhochschule (FH) Steyr erarbeitet ein Zukunftsbild „Digitales Rechnungwesen 2030“. Es soll Beschäftigte, die in Betrieben mit Buchhaltung und Rechnungswesen arbeiten, auf die Digitalisierung vorbereiten. Das Projekt erfolgt in enger Zusammenarbeit mit oberösterreichischen Betrieben, die Arbeiterkammer übernimmt 50 Prozent der Kosten.

Digitalisierung fordert alle

„Mit unsere Initiative haben wir offenbar einen Nerv getroffen. Die Digitalisierung fordert alle“, so AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. Seit dem ersten Aufruf im Frühjahr wurden beim AK-Zukunftsfonds 32 Projekte eingereicht. 16 können nach Prüfung der Teilnahmebedingungen und Bewertung durch die Jury jetzt starten. Es sind Betriebe und Einrichtungen unterschiedlichster Größen quer durch alle Branchen dabei.

Rechnungs­wesen- wie arbeiten wir in 10 Jahren?

Unter ihnen auch die Fachhochschule Steyr. Deren Initiative setzt sich mit den Entwicklungen im Rechnungswesen auseinander – einem bedeutenden und attraktiven Berufsfeld für viele Arbeitnehmer/-innen. Genau wie in der Industrie steht auch hier ein Umbruch bevor. Big Data, Softwareroboter, Cloud-Lösungen oder künstliche Intelligenz werden die Arbeitsprozesse verändern, neue Kompetenzen erfordern und neue Berufsbilder entstehen lassen. 

„Das ist Chance und Herausforderung zugleich. Es darf bei dieser Entwicklung nicht nur um Rationalisierung und technische Möglichkeiten gehen, es muss der Mensch im Blickfeld bleiben. Wir möchten erforschen, wie im digitalisierten Rechnungswesen der Zukunft die Beschäftigten, ihr Arbeitsvermögen, ihre Arbeitszufriedenheit und ihre Jobperspektiven berücksichtigt werden können“, so MMag.a Dr.in Susanne Leitner-Hanetseder, Professorin im Studiengang Controlling, Rechnungswesen und Finanzmanagement an der Fachhochschule Steyr.

Interessen der Beschäftigten im Fokus

Ein Vorzeigebeispiel für den AK-Zukunftsfonds. „Für eine Förderung kommen nur Projekte in Frage, in denen es nicht um Gewinnmaximierung und Einsparungen geht, sondern um die Beschäftigten und wie ihre Arbeitsbedingungen verbessert werden können“, so AK-Präsident Kalliauer. In den nächsten 5 Jahren hat die AK 30 Millionen Euro dafür budgetiert. „Die Zusammenarbeit mit der Arbeiterkammer ermöglicht uns, für diesen wichtigen Bereich hochwertige Forschung durchzuführen, die den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in den oberösterreichischen Betrieben zugute kommt. Eine spannende und vor allem wichtige Herausforderung“, so Prof.(FH) Dr. Christoph Eisl, Professor im Studiengang Controlling, Rechnungswesen und Finanzmanagement (CRF).

Projekt­ergebnisse bis 2021

In den nächsten Wochen und Monaten wird die Fachhochschule Steyr nun in intensiver Zusammenarbeit mit ausgewählten Unternehmen aus Oberösterreich erarbeiten, wie das Berufsbild „Digitales Rechnungswesen 2030“ künftig aussehen wird und welche neuen Aufgaben, Kompetenzen und Berufsfelder es beinhalten wird. Bis August 2021 sollen die Projektergebnisse vorliegen.

Alle Informationen zum AK-Zukunftsfonds, zur Einreichfrist, zu den Förderbestimmungen sowie weitere Projektbeispiele finden Sie unter www.arbeitmenschendigital.at

Forschergruppe der FH Steyr © -, FH Steyr
Forschergruppe der FH Steyr © -, FH Steyr

Die Forschergruppe der FH Steyr: FH-Prof. Dr. Christoph Eisl, FH-Prof. Dr. Othmar Leh-ner, MMag.a Dr.in Susanne Leitner-Hanetseder, Carina Forstenlechner BSc BSc (v.l.)

"Für die Förderung kommen nur Projekte in Frage, in denen es nicht um Gewinn­maximierung und Ein­sparungen geht, sondern um die Beschäftigten und wie ihre Arbeits­bedingungen verbessert werden können."

Dr. Johann Kalliauer

AK Präsident

Kontakt

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4400 Steyr

TEL: +43 50 6906 5116
FAX: +43 50 6906 5199
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"Für die Förderung kommen nur Projekte in Frage, in denen es nicht um Gewinn­maximierung und Ein­sparungen geht, sondern um die Beschäftigten und wie ihre Arbeits­bedingungen verbessert werden können."

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