5.7.2018
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Im Einsatz für die Schärdinger

Beratung und Vertretung in arbeits- und sozialrechtlichen Angelegenheiten sind das Kerngeschäft der Arbeiterkammer Schärding. Im ersten Halbjahr wandten sich 1.637 Beschäftigte mit arbeits- und sozialrechtlichen Fragen an die AK im Bezirk.

Durch außergerichtliche Interventionen und auf dem Gerichtsweg hat die AK Schärding in den ersten 6 Monaten des Jahres 375.000 Euro an vorenthaltenem Entgelt eingebracht. In der

Beratung zu arbeitsrechtlichen Themen geht es hauptsächlich um offene Löhne und Gehälter, aber auch um Einstufungen, Sonderzahlungen, Überstunden und Abfertigungen.

Rund ein Fünftel der Überstunden unbezahlt

Im vergangenen Jahr leisteten die österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer rund 250 Millionen Über- und Mehrarbeitsstunden - verteilt auf 663.100 Beschäftigte, die regelmäßig und im Durchschnitt 7,2 Überstunden bzw. Mehrarbeitsstunden leisten mussten. Für diese Über- bzw. Mehrarbeitsstunden gebührten den Arbeitnehmern/-innen geschätzt rund zwei Milliarden Euro an Zuschlägen.

Von diesen Überstunden wurde fast ein Fünftel gar nicht bezahlt, weder in Zeitausgleich noch in Geld. Damit wurde den Arbeitnehmern/-innen innerhalb eines Jahres rund eine Milliarde Euro vorenthalten. Den oberösterreichischen Arbeitnehmern/-innen entgingen durch Mehrarbeits- und Überstundenraub rund 150 Millionen Euro - pro Kopf sind das durchschnittlich rund 9800 Euro. 

Sozialwidrige Kündigung - was ist das?

Sozialwidrig ist eine Kündigung, wenn sie wesentliche Interessen der/des Beschäftigten beeinträchtigt (insbesondere in Zusammenhang mit zu erwartender langer Arbeitslosigkeit, empfindlichen Einkommenseinbußen, Unterhaltspflichten, hohen monatlichen Fixkosten). Kann der Arbeitgeber beweisen, dass die Kündigung betriebsbedingt (etwa aus wirtschaftlichen Gründen oder bei Wegfall des Arbeitsplatzes durch Umstrukturierung) oder personenbedingt (beispielsweise bei Verfehlungen der Arbeitnehmerin/des Arbeitnehmers, etwa, wenn sie/er sozial unverträglich ist) erfolgte, hat eine Interessenabwägung vor Gericht stattzufinden.

Sozialwidrige Kündigungen sind zwar vorerst wirksam, aber bei Gericht anfechtbar. Laut Gesetz hat der Arbeitgeber eine sogenannte soziale Gestaltungspflicht: Er muss die sozialen Umstände der/des Beschäftigten berücksichtigen, wenn er sie/ihn kündigt. Im Rahmen seiner Möglichkeiten müsste er bei Vorliegen bestimmter sozialer Gründe versuchen, die Arbeitnehmerin/den Arbeitnehmer an einem anderen Arbeitsplatz unterzubringen.

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