08.09.2017
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2.000 Euro Nachzahlung für Rohrbacher Kellnerin – AK Rohrbach erstritt im ersten Halbjahr 129.000 Euro

ROHRBACH. „Immer wieder erhalten Arbeitnehmer nicht das, was ihnen für die geleistete Arbeit zusteht. In vielen Fällen verhilft ihnen erst die Arbeiterkammer zu ihrem Geld“, sagt Bezirkstellenleiter Manfred Riepl MAS zur Halbjahresbilanz der AK Rohrbach. Exakt 129.076 Euro hat sie im ersten Halbjahr 2017 für Mitglieder im Bezirk erkämpft, denen von ihren Arbeitgebern Geld vorenthalten worden war. Ein typischer Fall war der einer Saisonbeschäftigten im Gastgewerbe, die um mehr als 2.000 Euro geprellt worden war.

Großer Andrang in der Bezirksstelle

Die Rechtsberater der AK-Bezirksstelle Rohrbach haben alle Hände voll zu tun. 1.865 AK-Mitglieder suchten im ersten Halbjahr 2017 bei ihnen telefonisch Rat, 588 kamen mit ihren arbeits- und sozialrechtlichen Problemen zu einem persönlichen Beratungsgespräch.

Kellnerin bekam Überstunden nicht bezahlt

Ein bezeichnender Fall wie manche Arbeitgeber mit ihren Mitarbeitern/-innen umgehen, war der einer Kellnerin aus dem Bezirk: Die junge Frau arbeitete knapp ein Jahr in einem Tiroler Betrieb. Nachdem sie gekündigt hatte, ließ sie von der AK überprüfen, ob sie richtig entlohnt worden war. Bezirksstellenleiter Manfred Riepl: „Bei der Kontrolle von Lohnzettel, Arbeitszeitaufzeichnungen und Dienstverträgen haben wir festgestellt, dass die Lohnabrechnungen nicht korrekt waren.“ Konkret mussten mehr Überstunden geleistet werden, als bei den Pauschallohnabrechnungen ausbezahlt worden sind.

Die AK urgierte beim Arbeitgeber die Richtigstellung, bekam aber vorerst eine Abfuhr. Erst der neuerliche Hinweis der AK auf die Rechtslage und eine Klagsdrohung bewogen den Wirt zum Umdenken. Die junge Frau bekam mehr als 2.000 Euro nachbezahlt. 

Arbeitszeit selbst aufgezeichnet

Zu ihrem Glück hat die junge Frau etwas gemacht, das für alle Arbeitnehmer/-innen selbstverständlich sein sollte, nämlich lückenlose und genaue Arbeitszeitaufzeichnungen. Manfred Riepl: „Es kann nicht oft genug gesagt werden: Alle Arbeitszeiten minutiös aufschreiben und wenn möglich von Arbeitskollegen oder Arbeitskolleginnen bestätigen lassen. Denn damit hat man im Falle des Falles ein Beweismittel in der Hand.“

Der geschilderte Fall zeigt die Wichtigkeit der Arbeitszeitaufzeichnungen vor allem bei Pauschallohnvereinbarungen, die im Gastgewerbe gang und gäbe sind. Denn bei einem Vergleich von Pauschale und Arbeitszeiten kommt oft zutage, dass Mehrarbeit und Überstunden nicht bezahlt wurden.

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