01.08.2019

3.500 Euro Nachzahlung für Rohrbacher Angestellte - AK Rohrbach erstritt im ersten Halbjahr 2019 fast eine Million Euro

„Immer wieder erhalten Arbeitnehmer nicht das, was ihnen für die geleistete Arbeit zusteht. In vielen Fällen verhilft ihnen erst die Arbeiterkammer zu ihrem Geld“, sagt Bezirks­stellenleiter Manfred Riepl MAS zur Halbjahres­bilanz der AK Rohrbach. Exakt 68.440 Euro hat sie im ersten Halbjahr 2019 für Mitglieder im Bezirk erkämpft, denen von ihren Arbeitgebern Geld vorenthalten worden war. Dazu kamen noch 922.283 Euro an sozial­rechtlichen Ansprüchen. Ein typischer arbeits­rechtlicher Fall war der einer Frau im Handel, die um 3.500 Euro geprellt worden war.

Die Rechts­berater der AK-Bezirks­stelle Rohrbach haben alle Hände voll zu tun. 1.223 AK-Mitglieder suchten im ersten Halbjahr 2019 bei ihnen telefonisch Rat, 567 kamen mit ihren arbeits- und sozial­rechtlichen Problemen zu einem persönlichen Beratungsgespräch.

Schlamperei oder Absicht?

Ein bezeichnender Fall, wie manche Arbeitgeber mit ihren Mit­arbeitern/-innen umgehen, war der einer jungen Frau aus dem Bezirk: Die Arbeit­nehmerin jobbte 5 Monate in einem Handels­betrieb, bevor das Arbeits­verhältnis einver­nehmlich aufgelöst wurde. Nachdem ihr ehe­maliger Chef ihr offenkundig einiges Geld schuldig blieb, ließ sie sich von der AK Rohrbach beraten. Und siehe da - es kam eine ganze Palette nicht bezahlter Lohn­bestand­teile zutage: Ein ganzer Monats­lohn, der aliquote Anteil des Urlaubs­zuschusses und der Weihnachts­remuneration (13. und 14. Monatsgehalt) für die gesamte Dienstz­eit, die Urlaubs­ersatz­leistung, haufenweise unbezahlte Überstunden, zu geringe Beiträge an die Gebiets­kranken­kasse, keine Beiträge an die Mitarbeiter­vorsorge­kasse und keine End­abrechnung: in Summe 3.500 Euro.

Das war aber noch nicht alles: Die Frau musste dann fast ein Jahr lang warten, bis sie endlich das zustehende Geld bekam. Bezirks­stellen­leiter Manfred Riepl: „Das war mehr als unfair, denn die betroffene Arbeit­nehmerin hatte in der Zwischen­zeit ja laufende Kosten, etwa Miete und Versicherungen, zu bezahlen.“

Insolvenz­fonds zahlte Ansprüche

Die AK urgierte beim Arbeit­geber die Nach­zahlung, bekam aber keine Antwort. Auch auf eine weitere Intervention erhielt die AK eine Abfuhr. Also ging sie zu Gericht. Doch auch über eine Klage war vorerst nichts zu erreichen, denn die Firma war inzwischen zahlungs­unfähig und der Insolvenz­antrag wurde mangels Vermögen abgewiesen. Also wandte sich die AK an den Insolvenz­fonds. Von dort bekam die junge Frau endlich das Geld, für das sie der AK sehr dankbar war. 

Neben diesem Fall musste die AK Rohrbach im ersten Halbjahr 2019 auch noch weitere Klagen gegen Arbeit­geber einreichen, damit geprellte Beschäftigte zu ihrem Recht kamen.

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