Berufsschule Ried auf Entdeckungstour im In- und Ausland © AK Oberösterreich
Die Schüler/-innen der BS Ried i. I. besichtigten im Rahmen ihrer zweitägigen Exkursion nach Graz auch den Container-Terminal der Firma Montan in Kapfenberg. © AK Oberösterreich
08.11.2018

Berufsschule Ried auf Entdeckungstour im In- und Ausland: Arbeiterkammer fördert Lehrlinge finanziell bei Exkursionen

Raus aus der Klasse, rein ins Leben da draußen in Europa! Weil Lernen nicht nur in der Schule, sondern auch durch Erfahrungen und Austausch stattfindet, unterstützt die AK Oberösterreich mit ihrem Förderprojekt „Discover Europe“ Lehrlinge bei Exkursionen im In- und Ausland. Das Ziel: Fachwissen aneignen, Arbeitsweisen in verschiedenen Firmen und Kulturen anderer Länder kennenlernen sowie Fremdsprachenkenntnisse erweitern. Gleich mehrere Klassen der Berufsschule Ried gingen im Oktober auf Reise – nach Bratislava und nach Graz. Die AK übernahm 25 Prozent der Kosten.

Fachwissen und Zusammenhalt stärken

 Für 40 Lehrlinge der 2aLog und 2bLog (Lehre Betriebslogistikkauffrau/-mann) ging die Reise 2 Tage lang nach Graz. Ihr Ziel: logistische Prozesse, Automatisierungslösungen für Produktion und Distribution in großen Unternehmen kennenlernen und verstehen - und natürlich auch, Eindrücke von der Steiermark und Graz sammeln und die Klassengemeinschaft stärken. Besonders beeindruckt waren die Berufsschüler/-innen von dem Container-Terminal der Firma Montan in Kapfenberg. Am zweiten Tag besuchten die Lehrlinge die Firma Knapp in Hart bei Graz. 

VW-Werk Bratislava und Coca-Cola

24 Berufsschüler/-innen der 3aLog machten sich Ende Oktober 2 Tage auf nach Bratislava. Auf dem Weg dorthin hielten sie auch bei der Coca-Cola HBC in Edelstal im Burgenland und bekamen eine Führung durch das Werk. In Bratislava standen dann unter anderem auch noch eine Betriebsbesichtigung des VW-Werks sowie Sight-Seeing auf dem Programm. 

AK bezahlt ein Viertel der Kosten

Die AK Oberösterreich bietet Lehrlingen in Oberösterreich, die AK-Mitglieder sind, mit dem Förderprojekt „Discover Europe“ eine finanzielle Beteiligung bei Exkursionen im In- und Aus-land an. 25 Prozent der Exkursionskosten - maximal aber 200 Euro pro Person – werden von der AK ersetzt. Die Antragstellung erfolgt über die Berufsschulklassen an das BFI, das auch die Abwicklung organisiert. Einerseits sollen bei den Exkursionen die fachlichen und sprachlichen Kompetenzen der Lehrlinge erweitert werden, andererseits stärken Auslandsaufenthalte und Exkursionen das Bewusstsein für internationale Zusammenhänge und erweitern so den Horizont auch in interkulturellen Fragen.

Das Berufsförderungsinstitut (BFI) OÖ hat 24 Jahre lang das von Arbeiterkammer und Land Oberösterreich finanzierte Projekt „Challenge Europe“ für Berufsschulklassen abgewickelt. Fast 63.000 Lehrlinge konnten dadurch an verschiedenen Bildungsangeboten, Veranstaltun-gen und Projekten – etwa an Betriebsbesuchen, fremdsprachigem Unterricht mit Native Speakers oder Exkursionen zum österreichischen und EU-Parlament – teilnehmen. Rund 10.000 von ihnen erhielten zudem die Chance, längere Auslandsaufenthalte bzw. Austauschprogramme in EU-Staaten zu absolvieren.

Ausstieg des Landes Oberösterreich unverständlich

Das Lehrlingsprojekt hat sich innerhalb des oberösterreichischen Berufsschulwesens bestens etabliert und war in manchen Schulen ein Fixpunkt im Zusatzangebot für die Schüler/-innen. Doch Ende 2017 stellte das Land Oberösterreich seine Zahlungen ein.

„Diese Vorgangsweise des Landes ist angesichts des viel beklagten Fachkräftemangels völlig kontraproduktiv und steht in krassem Widerspruch zu der vom Land so oft beschworenen Fachkräfteförderung“, so AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Die große Nachfrage und der Erfolg des Projekts hat die AK dazu veranlasst, das Nachfolgeprojekt „Discover Europe“ zu entwickeln und dieses zu finanzieren. „Lehrlinge sind wichtige Stützen unserer Gesellschaft. Sie sind die Fachkräfte von morgen und verdienen unseren Respekt und die bestmögliche Ausbildung. Dazu gehört mehr, als ihnen nur das reine Handwerk zu vermitteln“, so Kalliauer.

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