7.9.2017

Abfertigung vorenthalten: AK Ried erkämpfte fast 40.000 Euro für einen Bauarbeiter

Fast eine halbe Million Euro hat die AK Ried im ersten Halbjahr 2017 für Mitglieder im Bezirk erkämpft, denen von ihren Arbeitgebern Geld vorenthalten worden war. „Immer wieder erhalten Arbeitnehmer nicht das, was ihnen für die geleistete Arbeit zusteht. In vielen Fällen verhilft ihnen erst die Arbeiterkammer zu ihrem Geld“, sagt AK-Bezirksstellenleiter Siegfried Wambacher. 3.745 Beschäftigte suchten Rat und Hilfe bei den Rechtsexperten/-innen der Arbeiterkammer Ried.

Ansprüche nach deutschem Arbeitsrecht berechnet

In einem typischen Fall erstritt die AK für einen Bauarbeiter eine hohe Nachzahlung. Der Mann hatte mehr als 23 Jahre bei der österreichischen Tochter einer deutschen Baufirma gearbeitet, als das Arbeitsverhältnis in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst wurde. Der Mann ließ seine Endabrechnung bei der Arbeiterkammer Ried überprüfen. Dort stellte sich heraus, dass die gesetzlichen Beendigungsansprüche vorenthalten wurden. Da er hauptsächlich in Österreich eingesetzt worden war, hatte er nämlich unter anderem Anspruch auf eine Abfertigung nach dem österreichischen Arbeitsrecht.

Nach Intervention wurden 40.000 Euro nachbezahlt

Die AK intervenierte beim Unternehmen und forderte die Abfertigung sowie das anteilige Weihnachtsgeld ein. Die Firma sah den Fehler ein und beglich die Schulden bei ihrem früheren Arbeitnehmer. Der bekam fast 40.000 Euro brutto nachbezahlt. Ohne AK, die das Unternehmen auf den Fehler aufmerksam gemacht hatte, wäre er um seine Ansprüche umgefallen.

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