13.07.2018

Im Einsatz für die Perger

Beratung und Vertretung in arbeits- und sozialrechtlichen Angelegenheiten sind das Kerngeschäft der Arbeiterkammer Perg. Im ersten Halbjahr wandten sich 2.972 Beschäftigte mit arbeits- und sozialrechtlichen Fragen an die AK im Bezirk.

Durch außergerichtliche Interventionen und auf dem Gerichtsweg hat die AK Perg in den ersten 6 Monaten des Jahres mehr als 1.173.000 Euro erkämpft. In vielen Fällen ging es um unbezahlte Mehrarbeits- und Überstunden.

Bezahlung von Überstunden

Bei Überstunden muss die geleistete Arbeitszeit inklusive Überstundenzuschlag abgegolten werden. Das kann durch Geld oder Zeitausgleich erfolgen. Grundsätzlich beträgt der Zuschlag 50 Prozent. In vielen Kollektivverträgen ist aber für Nacht-, Feiertags- und Sonntagsarbeit ein 100-Prozent-Zuschlag vorgesehen.

Betriebliche oder vertragliche Vereinbarungen, dass Überstunden im Verhältnis 1:1 abgegolten werden, sind nicht zulässig. Wenn Zuschläge über derartige Konstruktionen vorenthalten werden, können sie mit Hilfe der Arbeiterkammer nachgefordert werden. Dafür sind genaue Arbeitszeitaufzeichnungen erforderlich, auf denen Datum und Uhrzeit von Arbeitsbeginn und -ende klar ersichtlich sind.

Lohnraub: Jede 5. Überstunde unbezahlt

Jede fünfte geleistete Überstunde blieb in Österreich im Vorjahr unbezahlt. Laut Statistik Austria belief sich der gesamte Überstunden- und Mehrarbeitsstundenberg vom Vorjahr in Österreich auf rund 250 Millionen (OÖ: 38 Millionen Stunden). 663.100 Beschäftigte (OÖ: 109.700) haben 2017 regelmäßig Über- bzw. Mehrarbeitsstunden geleistet. Fast ein Fünftel wurde nicht abgegolten, weder in Zeitausgleich noch in Geld. Österreichweit verloren 120.000 Personen dadurch rund eine Milliarde Euro. Pro Kopf gingen so rund 9.800 Euro verloren! 

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