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Jugendnetzwerk im Mühlviertel: Gemeinsamer Einsatz für bessere Chancen in der Arbeitswelt

Viele Jugendliche im Mühlviertel sind in einer schwierigen Situation: Sie haben keine Ausbildung, keine Arbeit, keine Zukunftsperspektiven. Damit diese am Übergang von der Schule in die Arbeitswelt nicht auf der Strecke bleiben, engagiert sich das „netzwerk.jugend.beschäftigung“ von Sozialministeriumservice Oberösterreich und AK Oberösterreich mit zahlreichen Partnern/-innen. Diese tauschten sich bei einem Treffen in der Arbeiterkammer Freistadt über die Situation und die Entwicklungen in der Region aus.

Über 10.000 Junge in OÖ arbeitslos

Im Mai 2014 waren in Oberösterreich 10.251 Jugendliche arbeitslos - eine alarmierende Zahl. Für AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer steht fest: „Dass bereits Jugendliche die bittere Erfahrung machen müssen, was Arbeitslosigkeit und damit verbunden auch Zukunftsangst bedeutet, ist skandalös. Jeder Jugendliche ohne Job oder Ausbildung ist einer zu viel.“ Deswegen hat die Arbeiterkammer Oberösterreich gemeinsam mit dem Bundessozialamt Oberösterreich das „netzwerk.jugend.beschäftigung“ ins Leben gerufen. Gemeinsam mit regionalen Institutionen, Schulen, Organisationen, Vereinen und Betrieben soll alles versucht werden, Jugendliche in Beschäftigung zu bringen.

Die Gründe, warum manche Jugendliche weder Job noch Ausbildungsplatz haben, sind viel-fältig. Genau dort setzt das „netzwerk.jugend.beschäftigung“ an: Es will die Ursachen und Probleme benennen und die Kräfte der beteiligten Partner/-innen bündeln. Die Vernetzung durch die Projektpartner/-innen soll dazu beitragen, dass die hilfe- und ratsuchenden jungen Menschen kontinuierlich betreut werden und es nicht zu Leerläufen, Wiederholungen oder Doppelgleisigkeiten kommt. Die AK-Bezirksstellenleiter von Perg, Freistadt und Rohrbach, Johann Hauser, Klaus Riegler und Manfried Riepl sind sich einig: Nur der gemeinsame Einsatz aller zuständigen Stellen direkt in den Regionen kann die Chancen auf Ausbildung und Arbeit für Jugendliche langfristig verbessern.
Chancen erhöhen

Von der Wichtigkeit gut koordinierter Hilfestellung und Zusammenarbeit vor Ort ist auch die Leiterin des Sozialministeriumservice Oberösterreich, Dr.in Christa Aistleitner, überzeugt: „Wir schaffen mehr Transparenz aller Angebote in der Region. Damit erhöhen wir die Chancen der Jugendlichen, eine Ausbildung zu bekommen oder Fuß in der Arbeitswelt zu fassen.“

Zur Tagung in Freistadt kamen viele Vetreter/-innen von Partnerorganisationen des Jugend-netzwerkes. Sie diskutierten, tauschten sich aus und lauschten unter anderem dem Referat von MMag. Manfred Zentner von der Donau-Universität Krems zum Thema „Jugendkulturen – Motor oder Hemmschuh für die Integration in den Arbeitsmarkt?“ Traditionelle Bindungen gehen verloren – stattdessen zählen Netzwerke und Globalisierung. Welterklärungsmythen (Politik, Religion) werden durch Diskurs ersetzt. Und die Jugendlichen befinden sich in einem Bildungsdilemma: Ohne gute Ausbildung hat man keine Chance auf einen Job, mit ihr aber keine Garantie.

Jugendnetzwerktagung in Freistadt (v.l.n.r.): Klaus Riegler (Leiter AK Freistadt), Mag.a Brigitte Deu (Sozialministeriumservice), MMag. Manfred Zentner (Jugendkulturforscher Donau-Uni Krems), Mag.a Jasmin Sarmini (AK OÖ), Maria Moser-Simmill (Moderatorin) und Manfred Riepl MAS ( Leiter AK Rohrbach).

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