30.08.2017
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17.000 Euro Nachzahlung für Perger Angestellten - AK Perg erstritt im ersten Halbjahr 2017 fast 350.000 Euro

PERG. „Immer wieder erhalten Beschäftigte nicht das, was ihnen finanziell für die geleistete Arbeit zusteht. In vielen Fällen verhilft ihnen erst die Arbeiterkammer zu ihrem Geld“, sagt AK-Bezirksstellenleiter Dr. Kurt Punzenberger zur Halbjahresbilanz der AK Perg. Exakt 346.556 Euro hat die AK Perg im ersten Halbjahr 2017 für Mitglieder im Bezirk erkämpft, denen von ihren Arbeitgebern Geld vorenthalten worden war. Ein typischer Fall war der eines Angestellten aus dem Bezirk, der um 17.000 Euro geprellt worden war.

Großer Andrang in der Bezirksstelle

Die Rechtsberater der AK-Bezirksstelle Perg haben alle Hände voll zu tun. 2.085 AK-Mitglieder suchten im ersten Halbjahr 2017 bei ihnen telefonisch Rat, 650 nahmen ein persönliches Beratungsgespräch bei arbeits- und sozialrechtlichen Problemen in Anspruch.

Mitarbeiter 17.000 Euro vorenthalten

Ein bezeichnender Fall für den Umgang mancher Arbeitgeber mit ihren Mitarbeitern/-innen war der eines Angestellten aus dem Bezirk: Er arbeitete etwas mehr als ein halbes Jahr bei seiner Firma, ehe er gekündigt wurde. Da er nur in den ersten 2 Monaten eine ordentliche Abrechnung und das richtige Gehalt bekam, urgierte der Mann beim Dienstgeber die Richtigstellung. Allerdings gab es von dem keine Reaktion. Also schaltete er die AK ein und die entdeckte bei ihrer Überprüfung eine Menge Fehler: Falsches Entgelt, keine Sonderzahlungen, Diäten und Fahrtkosten nicht berechnet, kein Überstundenentgelt – und letztlich auch noch eine falsche Frist bei der Kündigung. In Summe schuldete der Arbeitgeber dem Mann 17.000 Euro.

Nach 9 Monaten offener Betrag ausbezahlt

Da die Firma ursprünglich gar nicht auf die AK-Intervention reagierte und dann in einem monatelangen Mailverkehr nur zögerlich und hinhaltend, klagte die AK den offenen Betrag bei Gericht ein. Zwischenzeitig wurde die Firma insolvent und so musste die AK den Betrag vom Insolvenz-Entgelt-Fonds fordern. Mit Erfolg: 9 Monate nach der Kündigung bekam der Perger endlich das ihm zustehende Geld ausbezahlt.


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