14.02.2019

Die AK Perg ist eine starke Partnerin für die Beschäftigten

Knapp 102 Millionen Euro hat die Arbeiterkammer Oberösterreich landesweit für ihre Mitglieder im Jahr 2018 erkämpft, davon rund 2,8 Millionen im Bezirk Perg. Zum Vergleich: davon könnte man sich 164 VW Golf oder 1.400 E-Bikes kaufen. Die Zahl der Beratungen in Oberösterreich ist auf insgesamt rund 310.000 gestiegen. Auch im neuen Jahr ist die AK gut aufgestellt: Unter anderem durch das AK-Zukunftsprogramm mit neuen Leistungen zu Bildung, Wohnen, Digitalisierung und Pflege. „Wir sind eine starke Partnerin für unsere Mitglieder in allen Bezirken“, so AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Mehr als 5.500 Mitglieder-Beratungen

Beratung und Rechtsvertretung sind das Kerngeschäft der Arbeiterkammer. Rund zwei Drittel der Beratungen finden am Telefon statt, 3 von 10 Rat-Suchende kommen direkt zu den Mitarbeitern/-innen vor Ort in die Bezirksstelle. Insgesamt haben sich 2018 5.506 Menschen an die AK Perg gewandt.

Falsch berechnet: Oberster Gerichtshof schützt Abfertigung

Ein wichtiges und richtungsweisendes Urteil erreichte die AK Perg beim Obersten Gerichtshof (OGH): Ein Mann über 50 vereinbarte mit seinem Arbeitgeber eine Reduktion der Arbeitszeit von 38,5 auf 29 Stunden. Ein Teil dieser Vereinbarung war aber eindeutig rechtswidrig: der künftige Abfertigungsanspruch sollte auf Basis des Teilzeitlohns für 29 Stunden berechnet werden. Die Differenz zwischen Voll- und Teilzeit hatte massive finanzielle Auswirkungen: Statt rund 40.000 Euro Abfertigung wurden dem Mann lediglich 30.000 Euro ausbezahlt - es fehlten über 10.000 Euro. Der Geschädigte ging zur Arbeiterkammer und setzte sich nach längerem Hin und Her vor Gericht durch. Letztlich bestätigte der OGH das Urteil. Der Arbeitgeber musste seinem ehemaligen Mitarbeiter 10.171,24 Euro nachzahlen. 

Pflegegeld: Klage brachte Stufe 5

Eine ältere Frau aus dem Bezirk beantragte Pflegegeld, das ihr aber von der PVA verwehrt wurde. Begründung: Die Frau habe lediglich 30 Stunden Pflegebedarf und erfülle damit die Voraussetzung von mehr als 65 Stunden nicht.

Die Frau wandte sich an die AK, die einen Betreuungs- und Hilfsbedarf von 115 Stunden errechnete.

2 Tage nach der Begutachtung stürzte die Frau und erlitt einen Unterschenkelbruch und eine Schädelprellung. Ab da verschlechtete sich der Gesundheitszustand rapide, es folgten ein Schlaganfall und Nierenversagen. Seitdem war die Betroffene hilflos und bettlägrig. Deshalb wurde bei Gericht ein neuerliches Gutachten beantragt. Ergebnis: Mehr als 180 Stunden Pflegebedarf – und somit Pflegestufe 5. Die Frau bekommt seither 920,30 Euro im Monat. 

„Wir sorgen dafür, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Oberösterreich zu ihrem Recht kommen.“

Dr. Johann Kalliauer

AK Präsident

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