01.08.2018
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Im Einsatz für die Grieskirchner

Beratung und Vertretung in arbeits- und sozialrechtlichen Angelegenheiten sind das Kerngeschäft der Arbeiterkammer Grieskirchen. Im ersten Halbjahr wandten sich 2.480 Beschäftigte mit arbeits- und sozialrechtlichen Fragen an die AK im Bezirk.

Durch außergerichtliche Interventionen und auf dem Gerichtsweg hat die AK Grieskichen in den ersten 6 Monaten des Jahres mehr als 573.000 Euro erkämpft. In vielen Fällen ging es um unbezahlte Mehrarbeits- und Überstunden.

Bezahlung von Überstunden

Bei Überstunden muss die geleistete Arbeitszeit inklusive Überstundenzuschlag abgegolten werden. Das kann durch Geld oder Zeitausgleich erfolgen. Grundsätzlich beträgt der Zuschlag 50 Prozent. In vielen Kollektivverträgen ist aber für Nacht-, Feiertags- und Sonntagsarbeit ein 100-Prozent-Zuschlag vorgesehen.

Betriebliche oder vertragliche Vereinbarungen, dass Überstunden im Verhältnis 1:1 abgegolten werden, sind nicht zulässig. Wenn Zuschläge über derartige Konstruktionen vorenthalten werden, können sie mit Hilfe der Arbeiterkammer nachgefordert werden. Dafür sind genaue Arbeitszeitaufzeichnungen erforderlich, auf denen Datum und Uhrzeit von Arbeitsbeginn und -ende klar ersichtlich sind.

Rund 1 Fünftel der Überstunden unbezahlt

Im vergangenen Jahr leisteten die österreichischen Arbeitnehmer/-innen rund 250 Millionen Über- und Mehrarbeitsstunden - verteilt auf 663.100 Beschäftigte, die regelmäßig und im Durchschnitt 7,2 Überstunden beziehungsweise Mehrarbeitsstunden leisten mussten. Für diese Über- beziehungsweise Mehrarbeitsstunden gebührten den Arbeitnehmern/-innen geschätzt rund 2 Milliarden Euro an Zuschlägen.

Von diesen Überstunden wurde fast 1 Fünftel gar nicht bezahlt, weder in Zeitausgleich noch in Geld. Damit wurde den Arbeitnehmern/-innen innerhalb 1 Jahres rund 1 Milliarde Euro vorenthalten. Den oberösterreichischen Arbeitnehmern/-innen entgingen durch Mehrarbeits- und Überstundenraub rund 150 Millionen Euro - pro Kopf sind das durchschnittlich rund 9.800 Euro. 

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