07.09.2017
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AK Gmunden erkämpft für Mitglieder im ersten Halbjahr 2017 fast 1,4 Millionen Euro

„Immer wieder erhalten Arbeitnehmer/-innen nicht das, was ihnen finanziell für die geleistete Arbeit zu steht. In vielen Fällen verhilft ihnen erst die Arbeiterkammer zu ihrem Geld“, sagt AK-Bezirksstellenleiter Dr. Martin Kamrat zur Halbjahresbilanz der AK Gmunden. Exakt 330.165 Euro hat die AK Gmunden im ersten Halbjahr 2017 für Mitglieder im Bezirk erkämpft, denen von ihren Arbeitgebern/-innen Geld vorenthalten worden war.

Fast 1,4 Millionen Euro für Mitglieder erkämpft

233.824 Euro mussten vor Gericht erstritten werden. 96.341 Euro konnten durch außergerichtliche Intervention hereingebracht werden. Dazu kommen 1.037.874 Euro an sozialrechtlichen Ansprüchen, die Rechtsexperten/-innen der Arbeiterkammer  für Arbeitnehmer/-innen aus dem Bezirk durchgesetzt haben.

Großer Andrang in der Bezirksstelle

Auch sonst hatten die Rechtsberater/-innen der AK-Bezirksstelle alle Hände voll zu tun. 779 AK-Mitglieder suchten im ersten Halbjahr 2017 bei ihnen Rat, das ist gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 eine Steigerung von 34 Prozent. 331 von ihnen nahmen ein persönliches Beratungsgesprächen bei arbeits- und sozialrechtlichen Problemen in Anspruch. 447 weiteren konnte am Telefon geholfen werden.

Kraftfahrer nach 22 Jahren erst schikaniert, dann zu wenig ausbezahlt

Sowohl Unterentlohnung als auch die Auflösung von Arbeitsverhältnissen im Krankenstand selbst nach vielen Dienstjahren sind immer wieder Themen bei den Beratungsgesprächen. In einem kürzlich abgeschlossen Fall ging es um beides. Die AK musste gleich mehrmals bei einem Arbeitgeber intervenieren, bis dieser einem langjährigen Mitarbeiter seine offenen Ansprüche korrekt auszahlte.

22 Jahre lang war der Mann bei der Firma als Kraftfahrer beschäftigt. Nachdem er im letzten Jahr öfter in den Krankenstand gehen musste, wurde er laufend von der Firma schikaniert und erklärte sich letztlich zu einer einvernehmlichen Auflösung des Dienstverhältnisses bereit.  Sowohl die Abfertigung als auch die Urlaubsersatzleistung, die die Firma „errechnete“, waren aber viel zu niedrig.

Erst nach mehrmaligem Nachhaken wurde korrekt bezahlt

Der Kraftfahrer wandte sich an die AK Gmunden um Hilfe, die die Firma aufforderte die korrekten Beträge zu überweisen. Daraufhin bot die Firma eine Nachzahlung von rund 2.000 Euro an. Immer nach deutlich zu wenig, stellte die AK fest und forderte daher die Firma erneut auf, nach den Grundlagen des Gesetzes abzurechnen. Erst dann lenkte die Firma ein und zahlte dem Mann die ihm zustehenden 3.263 Euro nach.

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