1.12.2017

Jugendnetzwerk-Tagung Grieskirchen: Werte im Wandel im Zeitalter von Digitalisierung und Globalisierung

Rund 70 Personen aus sozialen Organisationen, Schulen und Betrieben diskutierten im Veranstaltungszentrum Manglburg in Grieskirchen das Thema „Digitalisierung und Werte“. Der Referent der Tagung, Gerald Koller vom Forum Lebensqualität Österreich, betonte in seinem Referat die Wichtigkeit tragfähiger Beziehungen: Lebensqualität entstehe im Miteinander. Einigkeit herrschte darüber, dass Digitalisierung auch Vorteile bringen kann.

Digitale Kompetenzen gefragt

Von Jugendlichen wird immer mehr digitale Kompetenz gefordert. Arbeitgeber erwarten sich von ihren Mitarbeitern/-innen, dass sie nicht nur technisch einen Computer bedienen, sondern ihn vor allem inhaltlich nutzen können. Das Problem dabei: Vielen jungen Menschen fehlt es bereits an schulischen Basiskompetenzen wie Rechnen, Schreiben und Lesen. Vor allem Jugendliche mit Lernschwächen können das Internet inhaltlich nicht nutzen. Eine digitale Kluft entsteht.

Teamwork bringt bessere Leistungen

Der Referent der Tagung, Gerald Koller vom Forum Lebensqualität Österreich, skizzierte in seinem Vortrag die Bedeutung von Werten. Lebensqualität entstehe im Miteinander tragfähiger Beziehungen, so sein Ansatz. In der Gemeinschaft seien die Menschen intelligenter, leistungsstärker und nachhaltiger. Teamorientierung und Gemeinwohl stellen für ihn ein Gegenmodell zum Einzelkämpfer ins Zentrum. „Für eine gute Wegbegleitung von Jugendlichen steht eine gute Beziehungsbildung im Vordergrund. Anderssein soll als Bereicherung und nicht als Bedrohung gesehen werden“, so Koller.

Handys als Arbeitshilfe

Bei der Tagung diskutierten die Teilnehmer/-innen ihre Erfahrungen mit dem Wertewandel und betonten auch positive Aspekte von Digitalisierung. So seien etwa Handys nicht nur lästige Störenfriede in der Arbeit, sondern können auch unterstützend eingesetzt werden. Etwa dann, wenn es um das Einprägen wichtiger Arbeitsschritte gehe. So berichtete ein Lehrlings-Ausbildner davon, dass er seine Lehrlinge mit dem Filmen und Dokumentieren wesentlicher Arbeitsschritte beauftragt. Die Jugendlichen können dann auf ihren Smartphones unmittelbar und immer wieder nachsehen, wie sie funktionieren.

Fit im Umgang mit Medien

AK-Vizepräsidentin Elfriede Schober betonte die Wichtigkeit eines bewussten Umgangs und verantwortungsvollen Handelns mit digitalen Medien: „In einer digitalisierten Welt ist es auch eine wesentliche gesellschaftliche Aufgabe, Kinder und Jugendliche vor Gefahren im Netz zu schützen und sie im Bereich Medienkompetenz auszubilden“, sagte sie. Die Arbeiterkammer möchte junge Menschen dabei unterstützen, Gefahren im Netz zu erkennen und einen kompetenten Umgang mit digitalen Medien zu entwickeln. Sie hat deshalb im Di@log, ihrem Workshopzentrum für Schulklassen, den Themenbereich „Medienbildung“ neu aufgenommen.

Die Jugendnetzwerke der AK OÖ sind ein Unterstützungsnetzwerk, um ausgrenzungsge-fährdeten Jugendlichen den Übergang von der Schule ins Arbeitsleben zu erleichtern und um Ausbildung für alle sicherzustellen. Regelmäßig treffen einander interessierte Vertreter/-innen von Vereinen, Schulen, Insitutionen und Betrieben in Oberösterreich zum Austausch. Ziel der Arbeiterkammer OÖ ist es, das Jugendnetzwek in der Region Grieskirchen und Eferding zu beleben. Bei Interesse wenden Sie sich an jugendnetzwerk@akooe.at.  

Vertreter/-innen vom Jugendnetzwert Eferding und Grieskirchen © -, AK Oberösterreich

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Von links: Bezirkshauptmann Christoph Schweitzer, Daniela Stadler (Teamleiterin Jugend-netzwerke AK OÖ), Gerald Koller (Forum Lebensqualität), AK-Vizepräsidentin Elfriede Schober, Werner Wagnest (Bezirksstellenleiter AK Eferding), Elisabeth Marschalek (Bezirksstellenleiterin AK Grieskirchen)

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