29.3.2018

Jugendnetzwerk Innviertel: Digitalisierung und Medienkompetenz – Jugendliche zwischen Selbstdarstellung und Fremdwahrnehmung

Volles Haus beim Jugendnetzwerktreffen in der Landesmusikschule Altheim: Rund 70 Personen aus sozialen Organisationen, Schulen und Betrieben diskutierten kürzlich über das Thema „Digitalisierung und Medienkompetenz“. Fazit: Die digitale Welt birgt für junge Menschen Gefahren – Stichwort Privatsphäre – und Chancen. Denn Medienkompetenz ist zum Schlüsselfaktor in der Arbeitswelt geworden.

Viele Gefahren in der digitalen Welt

Mehr als 70 Menschen, darunter 20 Teilnehmer/-innen aus oberösterreichischen Produktionsschulen sind der Einladung der Jugendnetzwerke der Arbeiterkammer Oberösterreich gefolgt und haben in der Landesmusikschule Altheim das Thema der Medienkompetenz von Jugendlichen diskutiert.

Die Digitalisierung bringt rasante Entwicklungen mit sich, verändert die Kommunikation und das Leben jeder/s Einzelnen. Insbesondere für ausgrenzungsgefährdete Jugendliche bringt die digitale Welt nicht nur Möglichkeiten, sondern auch Herausforderungen mit sich. Jungen Menschen ist ihr Auftritt und Image in den sozialen Netzwerken immer wichtiger.

Häufig vergessen sie dabei, dass sich das Internet alles merkt und Fotos, aber auch personenbezogene Daten, nicht mehr zu löschen sind. Umso wichtiger ist eine profunde Medienkompetenz bei Jugendlichen und auch Erwachsenen. Medienkompetenz ist ebenso ein Schlüsselfaktor, wenn es um den Eintritt Jugendlicher in die Arbeitswelt geht.

Kritischer Umgang mit Inhalten

Vor 11 Jahren besaßen nur 15 Prozent der 3- bis 10-Jährigen ein eigenes Handy, vor 2 Jahren waren es schon 40 Prozent. Schon Kinder sind immer und überall vernetzt und haben Zugriff auf unterschiedlichste Angebote. Daher muss ihr Bewusstsein und ihre Sensibilität geschärft werden, dass sie nicht allen (falschen und beleidigenden) Informationen Glauben schenken dürfen, die ihnen in der digitalen Welt unterkommen.

Medienkompetenz zum Schutz der Jugendlichen

Die beiden Referentinnen beim Jugendnetzwerktreffen, FH-Prof.in Mag.a Dr.in Tanja Jadin von der Fakultät für Informatik an der FH Oberösterreich sowie Regina Edthaler von SaferInternet für Oberösterreich, appellierten an Eltern, Lehrer/-innen und Vertrauenspersonen, sich verstärkt dafür zu interessieren, wie Jugendliche kommunizieren und was sie medial konsumieren, ohne jedoch die Mediennutzung zu bewerten.

Schulen müssen zukünftig verstärkt digitale Medienkompetenz vermitteln, da dies essentiell für die individuelle und gesellschaftliche Handlungsfähigkeit vor allem bei benachteiligten Jugendlichen ist. 

Jugendnetzwerktreffen in Innviertel: Wolfgang Schwarz, Tanja Jadin, Regina Edthaler und Stefan Wimmer © Arbeiterkammer Oberösterreich, -

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v.l.: Mag. Wolfgang Schwarz (AK-Bezirksstellenleiter Schärding), FH-Prof.in Mag.a Dr.in Tanja Jadin, Regina Edthaler und Mag. Stefan Wimmer (AK-Bezirksstellenleiter Braunau)


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