7.9.2017

Zu geringe Abfertigung erhalten: Die AK Braunau erkämpfte mehr als 25.000 Euro für einen Monteur

Mehr als 282.000 Euro hat die AK Braunau im ersten Halbjahr 2017 für Mitglieder im Bezirk erkämpft, denen von ihren Arbeitgebern Geld vorenthalten worden war. „Immer wieder erhalten Arbeitnehmer nicht das, was ihnen für die geleistete Arbeit zusteht. In vielen Fällen verhilft ihnen erst die Arbeiterkammer zu ihrem Geld“, sagt AK-Bezirksstellenleiter Mag. Stefan Wimmer. 4.237 Beschäftigte suchten Rat und Hilfe bei den Rechtsexperten/-innen der Arbeiterkammer Braunau.

Nach 14 Jahren im Unternehmen gekündigt

In einem typischen Fall erstritt die AK für einen Monteur eine hohe Nachzahlung. Der Mann hatte fast 14 Jahre bei einer Braunauer Firma gearbeitet, zuletzt als Obermonteur, ehe ihm das Unternehmen kündigte. Letztlich haben sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf eine einvernehmliche Auflösung geeinigt, weil der Mann inzwischen einen neuen Job angenommen hatte.

Erst nach Klage der AK wurde die geforderte Summe gezahlt

Der Monteur ließ seine Endabrechnung in der AK-Bezirksstelle Braunau kontrollieren. Dabei stellte sich heraus, dass die Abfertigung und der offene Urlaub falsch berechnet wurden. Die AK intervenierte beim Unternehmen und forderte den Differenzbetrag ein. Nachdem die Firma nicht reagierte, schrieb die AK einen weiteren Brief. Auch dieser blieb unbeantwortet. Erst nachdem die Arbeiterkammer Klage beim Arbeits- und Sozialgericht eingereicht hatte, lenkte der frühere Arbeitgeber des Mannes ein und beglich seine Schulden: Der Arbeitnehmer bekam etwas mehr als 25.000 Euro brutto nachbezahlt.

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