Frau berührt Touchscreen. © metamorworks , stock.adobe.com
Frau berührt Touchscreen © metamorworks , stock.adobe.com

Projektbeispiele

Um die Ideen hinter dem Förderprogramm deutlich zu machen, haben wir hier jeweils ein Beispiel zu den geförderten Schwerpunktthemen angeführt: 

Thema: Weiterbildung

Bewusstsein schaffen und Kompetenzen vermitteln
ENERGIE AG

Die Anforderungen an Mitarbeiter/-innen und Führungskräfte haben sich durch die Digitalisierung stark gewandelt. Darauf reagiert das Unternehmen, indem es gemeinsam mit dem Betriebsrat und mit Unterstützung der AK ein Personalentwicklungskonzept entwickelt, mit dem 2 Ziele erreicht werden sollen: Einerseits, das Bewusstsein für die Auswirkungen der Digitalisierung auf den einzelnen Arbeitsplatz zu schärfen und andererseits digitale Kompetenzen künftig besser zu fördern.

Umgesetzt werden soll dies durch den Einsatz von Blended Learning – eine Mischung aus persönlichem Vortrag und Lernprogrammen am Computer. Damit werden den Beschäftigten wichtige Themen wie „Security and Privacy“, innovative Arbeitsmethoden für den Alltag, Storytelling usw. vermittelt.

Thema: Qualität der Arbeit

Neues Berufsbild Techtrainer/-innen
ARS ELECTRONICA CENTER

Jugendliche bedienen Roboter im AEC © Martin Hieslmair, Ars Electronica

Bisher arbeiteten Techniker/-innen, die Geräte repariert haben, und Infotrainer/-innen, die Wissen vermittelt und Führungen gemacht haben, im Ars Electronica Center buchstäblich nebeneinander: Es gab immer wieder Unverständnis – über kaputte Ausstellungsstücke, Abläufe und anderes. Oft fehlte es an notwendigen Einblicken in die Arbeitsabläufe oder Bedürfnisse der jeweils anderen Beschäftigungsgruppen.

Darum wurde nun ein neuer Beruf geschaffen, wodurch diese Probleme beseitigt werden: die Techtrainerin/der Techtrainer. Die Techniker/-innen lernen, was in der Wissensvermittlung wichtig ist und können auch Führungen durch das Museum abhalten. Die Infotrainer/- innen bekommen technisches Wissen vermittelt, wodurch sie Einblick in die Funktionsweisen der Ausstellungsstücke bekommen und technische (Reparatur-)Arbeiten auch durchaus selbst ausführen können.

Thema: Verbesserung der Arbeits­abläufe

Digitale Arbeitssicherheit
TESTIFY GMBH

Arbeiter macht mit Handy Foto von Baumaschine © -, Plasser & Theurer Export von Bahnbaumaschinen GmbH

Sicherheit am Arbeitsplatz ist für Unternehmen ein wichtiges Thema, vielerorts wird aber immer noch analog mit Formblättern gearbeitet, zum Beispiel beim Brand- oder Arbeitsschutz.

Die Firma Testify hat im Rahmen des AK-Zukunftsfonds ein Tool entwickelt, das das Thema Arbeitssicherheit digital und damit manipulationssicher macht. Mit dieser neuen Anwendung werden alle Mängel lückenlos und wahrheitsgetreu dokumentiert. Per Smartphone und Tablet können gleich Videos und Fotos gemacht oder Strichcodes eingelesen werden. Damit ist die einfache Feststellung und Auswertung von Gefahren möglich. Umgesetzt wird das Projekt derzeit bei 85 Mitarbeitern/-innen in einem technischen Betrieb in Linz.

Thema: Mitbestimmung und Zusammenarbeit

Intranet und Zusammenarbeit
PÖTTINGER LANDTECHNIK GMBH

Die Ausgangssituation: Die rund 1.700 Mitarbeiter/-innen des Unternehmens sind auf mehrere Standorte verteilt, einige arbeiten im Service oder Vertrieb und sind viel unterwegs. Vor allem die Außendienstmitarbeiter/-innen klagen über Isolation, es gibt nur ein einfaches, kaum genutztes Online-Forum, über das man sich firmenintern und mit den anderen Kollegen/-innen austauschen kann.

Nun werden über das Intranet ein gemeinsamer Newsfeed – eine Art Nachrichtendienst – und ein Tool zur Zusammenarbeit geschaffen. Geschäftsführung, Betriebsrat und Mitarbeiter/-innen können sich austauschen. Jedes Team bekommt einen eigenen Bereich, um sich dort zu präsentieren. Die neuen Angebote funktionieren auch über eine App am Smartphone.


Tatkräftige Hilfe bei der Einführung eines neuen IT-Systems
KEPLER UNIVERSITÄTSKLINIKUM

Support im Kepler Universitätsklinikum © -, KUK

Am Neuromed Campus des Kepler Universitätsklinikums soll ein neues IT-System zum Einsatz kommen. Das Personal hatte große Probleme mit der Umstellung. Wie sich zeigte, war eine klassische Einschulung für eine komplikationslose Einführung des neuen Systems nicht ausreichend.

Die Lösung: Es wird spezielles Personal vorübergehend zur intensiven Schulung eingesetzt. Studenten/-innen der Medizin und Informatik bekommen nun besondere Schulungen, um die Beschäftigten am Neuromed Campus beim Umstieg auf das neue System zu begleiten. Sie sind in den einzelnen Abteilungen vor Ort, und helfen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei Fragen oder Problemen. Entwickelt wurde das Projekt vom Betriebsrat. Ihm ging es vor allem darum, Stress und Vorbehalte abzubauen und seiner Belegschaft ein „sanftes“ Einarbeiten in das neue System zu ermöglichen. Von den Maßnahmen profitieren rund 2.000 Beschäftigte.

Thema: Gerechtigkeit

Digitale Mentoren/-innen
BBRZ-GRUPPE

Viele Mitarbeiter/-innen im Berufsförderungsinstitut Oberösterreich (BFI OÖ) sind mit steigenden digitalen Anforderungen konfrontiert. Die Beschäftigten müssen laufend mit neuen Unterrichtstools und neuen Verwaltungsabläufen zurechtkommen oder brauchen häufig Weiterbildungen, um auch künftig zertifizierte Kurse abhalten zu können. Dies führte häufig zu Belastungen und Ängsten bei den Betroffenen. Bei manchen ging es sogar bis zum Berufsausstieg. Das betraf vor allem die älteren Beschäftigten unter den Trainern/-innen, die Kurse schon über Jahre hinweg abhielten und nun Angst hatten, die neuen Herausforderungen des „Umlernens“ nicht bewältigen zu können. Punktuelle Weiterbildungen reichten nicht aus.

Daher werden nun mit Hilfe des AK-Zukunftsfonds eigene „Digitale Mentoren/-innen“ ausgebildet. Sie sind Allrounder und stehen den betroffenen Mitarbeitern/-innen bei technischen Fragen bei. Darüber hinaus sollen sie aber besonders bei Überforderung und Ängsten im Zusammenhang mit den neuen Technologien helfen.

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TEL: +43 50 6906 2189
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