Frau berührt Touchscreen. © metamorworks , stock.adobe.com
Frau berührt Touchscreen © metamorworks , stock.adobe.com

Best-Practice-Projekte

Um die Ideen hinter dem Förderprogramm deutlich zu machen, haben wir hier Beispiele zu den geförderten Schwerpunktthemen angeführt: 

Thema: Home-Office (Sonderförderung)

Ausweitung Home-Office im Zuge der Corona-Krise
FISCHER SPORTS

Bei Fischer Sports, einem der weltgrößten Skihersteller mit Sitz im Innviertel, wurde Home-Office stark ausgebaut. Die Beschäftigten profitieren hier besonders: Manche wohnen in Deutschland und sind von Grenzkontrollen betroffen, andere sind schon älter und gehören damit zur Risikogruppe. Ihnen allen hilft es, während der Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen im Home-Office für die Firma weiterarbeiten zu können.

Besonders problematisch waren bei Fischer Sports die Dienstreisen, etwa zu einem Werk in der Ukraine. Durch die Einbindung von Virtual-Reality-Brillen können nun Arbeiten, etwa an Prototypen, ohne beschwerliche Reisen angeleitet werden. Begleitet wird das Projekt vom Betriebsrat, der schon an der Entwicklung mitgewirkt hat.

Ein Mitarbeiter berichtet:
„Ich habe eine neurologische Krankheit, darum ist mir nur bedingt möglich, in die Firma zu fahren. Mit der Home-Office Möglichkeit kann ich meine Arbeit als IT-Administrator fast vollständig von Zuhause aus ausüben. Ich habe VPN-Zugriff auf die weltweite IT-Infrastruktur von Fischer Sports. Dank Webcam und Headset kann ich an jeder Besprechung teilnehmen.“


Digitalisation on track
FRAUSCHER SENSORTECHNIK GMBH

Schon bisher waren viele Beschäftigte bei Frauscher technisch für Home-Office ausgestattet. Im Zuge der Krise wurde jedoch die Anwesenheit im Büro stark reduziert, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Die Arbeitszeit kann jetzt besser flexibel eingeteilt werden. Dazu wurde ein eigener Corona-Blog der Vertrauenspersonen und eigener Corona-Blog für Mitarbeiter/-innen eingerichtet – so kann man sich über die neue Situation austauschen und abteilungsübergreifend informieren.

Extra geschaffen wurden auch Offline-Zeiten. So ist man trotz iPad und Firmenhandy am Wochenende und am Feierabend nicht erreichbar und kann in Ruhe abschalten.


Die Krise gefährdet und verändert in Österreich hunderttausende Arbeitsplätze. Gerade in mittelständischen Unternehmen in Oberösterreich müssen die Beschäftigten innovativ und kreativ arbeiten, um bestehende Firmen zu erhalten oder neue Gesellschaften zu gründen. Darum wurde am Institute of Innovation Management der Johannes Kepler Universität Linz ein Workshop entwickelt, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern via Online-Seminaren neue Fähigkeiten für den Strukturwandel vermittelt. Digitale Transformation, Ökologisierung, Individualisierung und anderen Trends werden erkannt und gestaltet. Das ganze Projekt läuft über interaktive Online-Video-Konferenzen und wird mit einem Zertifikat der Arbeiterkammer Oberösterreich abgeschlossen.


Home Delivery
ARS ELECTRONICA

Auch der Publikumsbetrieb des Ars Electronica Centers wurde wegen Corona eingestellt und nur teilweise wieder geöffnet. Um die Arbeitsplätze der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sichern und Arbeit ohne Ansteckungsgefahr möglich zu machen, wurde das Modell einer Weiterbildung und Umstellung auf Online-Wissensvermittlung entwickelt. Bei einer Betriebsversammlung meldete sich ein Großteil der Beschäftigten für die Mitarbeit und auch der Betriebsrat sprach sich für das Projekt aus.

Online-Moderation, Online-Broadcasting und Online-Präsentation werden den Interessierten vermittelt, um die Museumsarbeit der Zukunft zu gestalten – natürlich rein digital. Ganze Schulklassen können einen Museumsbesuch erleben, ohne das eigene Haus zu verlassen. Die erworbenen Kompetenzen der Mitarbeiter/-innen werden am Ende auch mit einem Zertifikat bestätigt.

Thema: Weiterbildung

Bewusstsein schaffen und Kompetenzen vermitteln
ENERGIE AG

Die Anforderungen an Mitarbeiter/-innen und Führungskräfte haben sich durch die Digitalisierung stark gewandelt. Darauf reagiert das Unternehmen, indem es gemeinsam mit dem Betriebsrat und mit Unterstützung der AK ein Personalentwicklungskonzept entwickelt, mit dem 2 Ziele erreicht werden sollen: Einerseits, das Bewusstsein für die Auswirkungen der Digitalisierung auf den einzelnen Arbeitsplatz zu schärfen und andererseits digitale Kompetenzen künftig besser zu fördern.

Umgesetzt werden soll dies durch den Einsatz von Blended Learning – eine Mischung aus persönlichem Vortrag und Lernprogrammen am Computer. Damit werden den Beschäftigten wichtige Themen wie „Security and Privacy“, innovative Arbeitsmethoden für den Alltag, Storytelling usw. vermittelt.

Thema: Qualität der Arbeit

Neues Berufsbild Techtrainer/-innen
ARS ELECTRONICA CENTER

Jugendliche bedienen Roboter im AEC © Martin Hieslmair, Ars Electronica

Bisher arbeiteten Techniker/-innen, die Geräte repariert haben, und Infotrainer/-innen, die Wissen vermittelt und Führungen gemacht haben, im Ars Electronica Center buchstäblich nebeneinander: Es gab immer wieder Unverständnis – über kaputte Ausstellungsstücke, Abläufe und anderes. Oft fehlte es an notwendigen Einblicken in die Arbeitsabläufe oder Bedürfnisse der jeweils anderen Beschäftigungsgruppen.

Darum wurde nun ein neuer Beruf geschaffen, wodurch diese Probleme beseitigt werden: die Techtrainerin/der Techtrainer. Die Techniker/-innen lernen, was in der Wissensvermittlung wichtig ist und können auch Führungen durch das Museum abhalten. Die Infotrainer/- innen bekommen technisches Wissen vermittelt, wodurch sie Einblick in die Funktionsweisen der Ausstellungsstücke bekommen und technische (Reparatur-)Arbeiten auch durchaus selbst ausführen können.

Thema: Verbesserung der Arbeits­abläufe

Digitale Arbeitssicherheit
TESTIFY GMBH

Arbeiter macht mit Handy Foto von Baumaschine © -, Plasser & Theurer Export von Bahnbaumaschinen GmbH

Sicherheit am Arbeitsplatz ist für Unternehmen ein wichtiges Thema, vielerorts wird aber immer noch analog mit Formblättern gearbeitet, zum Beispiel beim Brand- oder Arbeitsschutz.

Die Firma Testify hat im Rahmen des AK-Zukunftsfonds ein Tool entwickelt, das das Thema Arbeitssicherheit digital und damit manipulationssicher macht. Mit dieser neuen Anwendung werden alle Mängel lückenlos und wahrheitsgetreu dokumentiert. Per Smartphone und Tablet können gleich Videos und Fotos gemacht oder Strichcodes eingelesen werden. Damit ist die einfache Feststellung und Auswertung von Gefahren möglich. Umgesetzt wird das Projekt derzeit bei 85 Mitarbeitern/-innen in einem technischen Betrieb in Linz.

Thema: Mitbestimmung und Zusammenarbeit

Intranet und Zusammenarbeit
PÖTTINGER LANDTECHNIK GMBH

Die Ausgangssituation: Die rund 1.700 Mitarbeiter/-innen des Unternehmens sind auf mehrere Standorte verteilt, einige arbeiten im Service oder Vertrieb und sind viel unterwegs. Vor allem die Außendienstmitarbeiter/-innen klagen über Isolation, es gibt nur ein einfaches, kaum genutztes Online-Forum, über das man sich firmenintern und mit den anderen Kollegen/-innen austauschen kann.

Nun werden über das Intranet ein gemeinsamer Newsfeed – eine Art Nachrichtendienst – und ein Tool zur Zusammenarbeit geschaffen. Geschäftsführung, Betriebsrat und Mitarbeiter/-innen können sich austauschen. Jedes Team bekommt einen eigenen Bereich, um sich dort zu präsentieren. Die neuen Angebote funktionieren auch über eine App am Smartphone.


Tatkräftige Hilfe bei der Einführung eines neuen IT-Systems
KEPLER UNIVERSITÄTSKLINIKUM

Support im Kepler Universitätsklinikum © -, KUK

Am Neuromed Campus des Kepler Universitätsklinikums soll ein neues IT-System zum Einsatz kommen. Das Personal hatte große Probleme mit der Umstellung. Wie sich zeigte, war eine klassische Einschulung für eine komplikationslose Einführung des neuen Systems nicht ausreichend.

Die Lösung: Es wird spezielles Personal vorübergehend zur intensiven Schulung eingesetzt. Studenten/-innen der Medizin und Informatik bekommen nun besondere Schulungen, um die Beschäftigten am Neuromed Campus beim Umstieg auf das neue System zu begleiten. Sie sind in den einzelnen Abteilungen vor Ort, und helfen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei Fragen oder Problemen. Entwickelt wurde das Projekt vom Betriebsrat. Ihm ging es vor allem darum, Stress und Vorbehalte abzubauen und seiner Belegschaft ein „sanftes“ Einarbeiten in das neue System zu ermöglichen. Von den Maßnahmen profitieren rund 2.000 Beschäftigte.

Thema: Gerechtigkeit

Digitale Mentoren/-innen
BBRZ-GRUPPE

Viele Mitarbeiter/-innen im Berufsförderungsinstitut Oberösterreich (BFI OÖ) sind mit steigenden digitalen Anforderungen konfrontiert. Die Beschäftigten müssen laufend mit neuen Unterrichtstools und neuen Verwaltungsabläufen zurechtkommen oder brauchen häufig Weiterbildungen, um auch künftig zertifizierte Kurse abhalten zu können. Dies führte häufig zu Belastungen und Ängsten bei den Betroffenen. Bei manchen ging es sogar bis zum Berufsausstieg. Das betraf vor allem die älteren Beschäftigten unter den Trainern/-innen, die Kurse schon über Jahre hinweg abhielten und nun Angst hatten, die neuen Herausforderungen des „Umlernens“ nicht bewältigen zu können. Punktuelle Weiterbildungen reichten nicht aus.

Daher werden nun mit Hilfe des AK-Zukunftsfonds eigene „Digitale Mentoren/-innen“ ausgebildet. Sie sind Allrounder und stehen den betroffenen Mitarbeitern/-innen bei technischen Fragen bei. Darüber hinaus sollen sie aber besonders bei Überforderung und Ängsten im Zusammenhang mit den neuen Technologien helfen.

Info & Kontakt

ARBEIT-MENSCHEN-DIGITAL
Arbeiterkammer Oberösterreich
Mag. Bernhard Mader

Volksgartenstraße 40
4020 Linz
TEL: +43 50 6906 2189
E-MAIL: zukunftsfonds@akooe.at

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