31.05.2019

Zahnpasta für Kinder im Test – 38 empfehlens­werte Produkte

Mit Kariesvorsorge kann man nicht früh genug beginnen. Für die Milchzähne soll eine gute Kinderzahnpasta verwendet werden und für die ersten Jahre nach dem Zahnwechsel eignen sich Junior-Zahncremes. Öko-Test hat insgesamt 66 Produkte getestet, von denen 36 „sehr gut“ und 2 „gut“ abgeschnitten haben. 14 Zahnpasten fielen mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ durch.

Testergebnis: Kinder- und Junior-Zahncremes (2,4 MB)

Zahnpasta für Kinder: Das ist zu beachten

Wenn die ersten Zähne durchbrechen beginnt auch das Zähneputzen. Kinderzahncremes mit Fluorid sind dafür geeignet. Der Inhaltsstoff schützt erwiesenermaßen vor Karies. Zu viel Flourid im Milchzahn-Alter kann allerdings auch zu einer Fluorose führen. Die zeigt sich später durch unansehnliche Flecken auf den bleibenden Zähnen.

Da das Fluorose-Risiko in den ersten 6 Jahren besonders hoch ist, steckt in Kinderzahnpasta weniger Fluorid als in herkömmlichen Zahnpasten. Einige enthalten sogar gar kein Fluorid. Als Alternative kommen sie aber nur infrage, wenn das Kind anders versorgt ist – etwa durch Fluorid-Tabletten.

Wenn Kinder fluoridhaltige Zahnpasten benutzen, sind Fluorid-Tabletten zu viel des Guten. Umgekehrt brauchen Kinder zusätzliches Fluorid, wenn die Zahnpasta keines enthält. Wer sich für Fluorid-Tabletten entscheidet: Lutschen lassen, dann wirkt das Fluorid auch lokal. 

Tipp

Nach dem Zahnwechsel spricht eigentlich nichts gegen „Erwachsenen-Zahnpasta“. Junior-Zahncremes mit ähnlich hohem Fluorid-Anteil sind im Vergleich aber milder. Sie sollen Kindern zwischen 6 und 12 Jahren das Zähneputzen versüßen.

PEG/PEG-Derivate in der Paste?

  • Egal ob vor oder nach dem Zahnwechsel: Für Kinder gibt es etliche „sehr gute“ und „gute“ Zahnpasten. 38 Produkte im Test können empfohlen werden.

  • Deutlich besser wäre der Test ausgefallen, wenn die Hersteller besser informiert hätten. Es fehlen auf vielen Verpackungen Angaben, die sicherstellen, dass Eltern ihre Kinder nicht mit Fluorid über- oder unterversorgen und die Kinder die richtige - ihrem Alter entsprechende - Menge erhalten. Das führte zur Abwertung.

  • Problemstoffe sind seltener ein Thema. 11 Kinder- und 3 Junior-Zahncremes fallen mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ durch.

  • Häufigste Kritikpunkte sind PEG/PEG-Derivate, die die Haut durchlässig für Fremdstoffe machen können und Natriumlaurylsulfat, das als schleimhautreizender Schaumbildner gilt.

  • Vereinzelt wurde Cadmium, Blei, Antimon, Aluminium und Zink festgestellt. Cadmium ist krebserzeugend, Blei nervenschädigend, Antimon wirkt giftig, wenn es in die Blutbahn gelangt und auch ein Zuviel an Zink kann schaden. Aluminium reichert sich im Körper an und gilt als schädlich für das Nervensystem und die Fruchtbarkeit.

Wie bringe ich das Kind zum Putzen?

Wenn Ihr Kind keine Lust zum Zähneputzen hat, putzen Sie gemeinsam, erzählen Sie eine Geschichte oder singen Sie ein Lied. Das motiviert Ihr Kind.

Hinweis

In Kooperation mit ÖKO-TEST bietet der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Oberösterreich jeden Monat einen neuen, aktuellen Test zum Download an.

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