16.02.2018

Zahnpasten im Test: 2 Produkte fielen durch

Das Resultat ist insgesamt erfreulich. Nicht weniger als 17 Präparate schafften beim wichtigsten Kriterium, der Kariesprophylaxe, ein „Sehr gut“. Mehr als die Hälfte beseitigen Verfärbungen der Zähne gut, einige sogar sehr gut. 2 der teuersten Produkte – Biorepair und das Pflanzen-Zahngel von Weleda – fielen durch.

Ein “sehr gut“ schaffte „Odol-med3 Extreme Clean Tiefenreinigung“, mit einem Preis von 4,93 pro 100/ml liegt sie im mittleren Preissegment. Auf Platz 2 - mit nur 2 Punkten Unterschied - liegt aber bereits die günstigste Zahnpasta im Test „REWE/today dent Kräuter“. Der Preis sagt offenbar  nichts über die Qualität aus.

Testergebnis: Universal-Zahnpasten (0,8 MB)


Warum Fluorid?

Fluorid härtet den Zahnschmelz und trägt wesentlich zum Zahnerhalt bei. Fluorid ist bis heute umstritten. Kritiker behaupten, dass der Stoff giftig sei und sogar Krebs auslöse – diese Behauptungen sind erwiesenermaßen falsch. Zum Teil hat es damit zu tun, dass Fluorid immer wieder mit dem tatsächlich giftigen Gas Fluor in einen Topf geworfen wird. Fluoride sind jedoch Salze, die überall in der Natur vorkommen.

Was bewirkt Zink? 

Manchen Zahnpasten wird auch Zink zugesetzt. Die Substanz kann vor Plaque, Zahnstein, Mundgeruch und Zahnfleischentzündungen schützen. Nimmt man allerdings zu viel davon auf, kann Zink langfristig das Immunsystem schwächen, Blutarmut hervorrufen oder Bewegungsstörungen verursachen. Besonders gefährdet sind Kinder. Zinkhaltige Zahnpasten sollten deshalb mit einem Hinweis versehen sein, dass das Produkt für Minderjährige nicht geeignet ist. Nur das Produkt von REWE erfüllt diese Anforderung. Bei 5 Zahnpasten fehlt ein entsprechender Hinweis.

Mangelhafte Inhaltsangabe?

Was die Deklaration ihrer Produkte angeht, haben viele Hersteller Luft nach oben. Bei 5 von 6 Anbietern im aktuellen Test, die ihre Produkte mit Zink versetzt haben, vermissen wir einen entsprechenden Hinweis. Auch die Stärke des Abriebs ist nur bei einem Produkt angegeben.

So schützen Sie Ihre Zähne

  • Nach derzeitigem Wissensstand ist Fluorid der einzig taugliche Stoff zur Kariesprophylaxe. Es gibt keine Belege dafür, dass es durch die Verwendung fluoridhaltiger Zahnpasten zu Gesundheitsschäden kommen kann.

  • Zahnverfärbungen lassen sich durch Zahnpasten mit hohem Abrieb besonders leicht beseitigen. Derartige Produkte sind allerdings für Personen ungeeignet, bei denen die Zahnhälse freiliegen.

hinweis

In Kooperation mit KONSUMENT bietet der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer OÖ jeden Monat einen neuen, aktuellen Test zum Download an. Weitere Tests aus dem aktuellen KONSUMENT-Heft.
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