29.11.2021

Wind- und Wettercremes für Kinder: Die meisten Produkte sind „sehr gut“!  

Das raue Klima der kalten Jahreszeit beansprucht die Haut von Babys und Kindern besonders. Wind- und Wettercremes können helfen, sie zu schützen. Ökotest hat 20 Cremes - 6 davon Naturkosmetik - auf problematische Inhaltsstoffe untersuchen lassen.

Bis auf 2 Produkte schnitten dabei alle mit „sehr gut“ ab. Die Preisspanne ist enorm: Die günstigsten empfehlenswerten Produkte – Babylove Wind & Wetter Creme Sensitive von Dm und Beauty Baby Wind- & Wettercreme von Müller – kosten je 50 Milliliter 1,30 Euro. Beim teuersten Produkt bezahlen Sie für die gleiche Menge 30 Euro. 

Testergebnis: Wind- und Wettercremes für Kinder (0,9 MB)

Nur 2 Cremes durchgefallen

  • Die Cremes wurden in Laboren auf problematische Duftstoffe, bedenkliche Formaldehyd/-abspalter und umstrittene halogenorganische Verbindungen untersucht. Cremes mit Paraffinen wurden zusätzlich auf gesättigte und aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH und MOAH) geprüft.
  • In der Nivea Baby Wind & Weather Creme und der Doctor Duve Babies & Kids Wind- & Wettercreme wurden MOAH nachgewiesen. Darunter können krebserregende Verbindungen sein. Beide Produkte enthielten dazu Paraffine, die sich nicht so gut ins natürliche Gleichgewicht der Haut integrieren wie ein natürliches Öl. Erkennbar sind Paraffine in der Deklaration an Bezeichnungen wie „Paraffinum“, „Petrolatum“, „Isohexadecane“ und „Cera microcristallina“
  • Die Nivea-Wettercreme enthält mit Butylhydroxytoluol (BHT) noch einen weiteren problematischen Inhaltsstoff, der unter Verdacht steht, wie ein Hormon zu wirken. Sie wurde daher insgesamt mit „ungenügend“ und die Creme von Doctor Duve mit „mangehaft“ beurteilt.
  • Bei 4 Produkten, die bei den Inhaltsstoffen sehr gut abschnitten, gab es Punkteabzüge wegen Mängel bei der Verpackung, was zur Gesamtnote „gut“ führte. Optimalerweise verwenden die Hersteller recyceltes Plastik und verzichten auf unnötige Umkartons. 

Wirkung von Wind- und Wetter­cremes

Bei niedrigen Temperaturen sondern die Talgdrüsen weniger Hautfett ab, das für den natürlichen Schutzfilm verantwortlich ist. Die Haut trocknet aus, juckt, spannt und es können kleine Risse entstehen. Wind- und Wettercremes beinhalten oft mehrere Zutaten, die die Haut feucht halten, strapazierfähig machen und sie schützen sollen.

Die meisten Cremes nutzen für eine Rückfettung pflanzliche Öle. Sehr häufig sind Sonnenblumen- oder Mandelöl, seltener Sesam-, Avocado-, Kokos- und Rizinusöl, oft auch in Kombination. Manchmal kommen auch Sheabutter, Bienen- oder Wollwachs zum Einsatz. Als entzündungshemmende Zutaten gelten z.B. Extrakte von Kamille oder Ringelblume (Calendula).  

ACHTUNG

Wind- und Wettercremes ersetzen aber keine Sonnen­creme. Wer im Winter in den Bergen unterwegs ist, braucht ein ausgewiesenes Sonnenschutzmittel!

 

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