27.2.2018

Wegwerfwindeln im Test

Wegwerfwindeln sind praktisch, aber sie verursachen Müllberge. Viele Eltern greifen deshalb zu Stoffwindeln. Für alle, die jedoch auf Einweg nicht verzichten wollen, gibt es eine große Auswahl an Produkten. ÖKO-TEST hat 13 "Maxi"-Windeln getestet.

Das Ergebnis

Mehr als die Hälfte ist empfehlenswert. Pampers Baby-Dry Windeln schnitten mit „sehr gut“ ab. 6 weitere Windeln erhielten die Note „gut“ - darunter auch günstige Eigenmarken.

Testergebnis: Babywindeln (0,7 MB)


So wurde getestet

Wie schnell saugt eine Windel den Urin auf, wenn sie ganz frisch oder schon eingenässt ist? Wie viel Flüssigkeit gibt eine benutzte Windel an den Babypopo ab? Im Labor wurde die Aufsauggeschwindigkeit, der Flüssigkeitsauslauf und die Rücknässung der Windeln untersucht.

Da eine gute Windel in erster Linie funktionstüchtig sein muss, gab es auch einen Praxistest: 30 Eltern haben mehrere Tage lang alle getesteten Marken an ihren Babys ausprobiert. Wie gut lässt sich die Windel an- und ausziehen? Halten die Verschlüsse? Läuft auch im Sitzen oder beim Krabbeln nichts aus? Wie gut ist die Hautverträglichkeit? Außerdem wurden die Windeln auf bedenkliche Inhaltsstoffe untersucht.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen

Bei den Inhaltsstoffen schnitten alle Produkte „sehr gut“ oder „gut“ ab. Und auch die Tests im Labor und bei den Eltern absolvierten fast alle Produkte zumindest mit „befriedigend“, darunter auch die beiden getesteten Öko-Produkte.

Einzig Babylove Aktiv Plus Premium-Windeln von DM konnten im Labor vor allem wegen der Aufsauggeschwindigkeit nicht überzeugen und erreichten nur die Gesamtnote „ausreichend“.

Geld sparen mit "guten" Windeln

Die Preisunterschiede sind groß. Die einzigen mit „sehr gut“ bewerteten Windeln von Pampers liegen im oberen Preissegment. Wer allerdings auch mit einer „guten“ Windel zufrieden ist, kann im Lauf der Kleinkindphase mehrere Hundert Euro sparen.

Stoffwindeln und Windelfrei im Trend

Alternativen zu den Wegwerfwindeln sind Stoffwindeln. Die meisten Käufer/-innen sind umweltbewusst. Sie wollen weniger Müll verursachen oder wollen Kunststoff auf Babyhaut vermeiden. Die Auswahl an Mehrfachwindeln - heute „All-in-ones“ oder „Pockets“ genannt - ist groß und manche gleichen mit wasserdichtem Außenmaterial, absorbierendem Innenvlies und Klett- oder Druckverschluss schon fast ihren Wegwerfpendants. Die Materialen sind ebenso vielfältig wie die Designs.

Seit Jahren greift auch der Windelfrei-Trend um sich. Anhänger des Konzepts gehen davon aus, dass Windeln antrainiert sind und Babys von Natur aus mit Signalen wie Schreien oder Strampeln anzeigen, dass sie müssen. Es gibt viele Regionen, etwa in Asien und Afrika, wo das Wickeln gar keine Tradition hat. Wer neugierig ist und Zeit hat, kann das Windelfrei-Prinzip ja einmal ausprobieren.

Tipp: Windeln oft genug wechseln

Windeln sollten oft genug gewechselt werden, sonst greift der Urin die Haut an. Nach dem Nachtschlaf, vor längeren Ausflügen und direkt vor einer Schlafphase ist eine frische Windel angebracht.

hinweis

In Kooperation mit ÖKO-TEST bietet der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer OÖ jeden Monat einen neuen, aktuellen Test zum Download an.

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