9.8.2017
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Straßenmalkreiden sind nahezu „bleifrei“ - AK hat getestet

Blei ist giftiger ist als bisher bekannt, das belegen neue wissenschaftliche Forschungen. Vor allem Kinder reagieren besonders empfindlich auf Blei, wie die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) feststellte. Besonders kritisch ist die Wirkung von Blei auf die Gehirnentwicklung von Kindern, da bereits niedrige Dosen zu negativen Beeinträchtigungen, etwa der Intelligenzentwicklung führen können. Die EU senkt deshalb die erlaubten Bleigrenzwerte für Spielzeug ab Herbst 2018 deutlich.  
 

Erfreulich

Der aktuelle Test der AK-Konsumentenschutz zeigt ein erfreuliches Ergebnis: die niedrigeren Grenzwerte werden bereits jetzt eingehalten!  Um Kinder zu schützen, darf ab Herbst 2018 pro Kilogramm Straßenmalkreide - einem trockenen, brüchigen und staubförmigen Spielzeugmaterial - nicht mehr als 2 mg Blei enthalten sein. Derzeit sind 13,5 mg/kg erlaubt.

Testergebnis ist erfreulich

Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat Straßenmalkreiden von insgesamt 9 Herstellern im Labor untersuchen lassen. Das Ergebnis: Bereits jetzt liegen alle Produkte unter dem zukünftigen Grenzwert. Im Detail untersucht wurden die Farben Weiß, Gelb und Grün, da vor allem in diesen Farben tendenziell mehr Blei enthalten ist. Die Stylex Straßenmalkreiden lagen aber nicht nur unter dem Grenzwert von 2 mg/kg, sondern in keiner der 3 Farben war Blei bestimmbar. 

Straßenkreiden kommen aus China

Auffallend viele Hersteller lassen ihre Kreiden in China produzieren (Stylex, KIK, New World Sidewalk Chalk und TEDi). Einzige Ausnahme war das Möbelhaus IKEA, das seine Malkreiden in Italien fertigen lässt. 4 Hersteller (Happy Kids, Eberhard Faber, A. Haberkorn und Libro) machten keine Angaben dazu, woher ihre Straßenkreiden stammen. 

Wie gefährlich ist Blei?

Blei wird hauptsächlich über Lebensmittel und Trinkwasser, aber auch über die Luft, Staub und Bodenpartikel aufgenommen. Das aufgenommene Blei reichert sich im Blut oder in den Knochen an und kann aus diesen wieder freigesetzt werden. Dadurch kann es zu einer chronischen Bleiexposition kommen, die das Zentralnervensystem und damit die Hirnfunktion, aber auch das Hormonsystem beeinflussen kann.  Das kann mit Blutarmut, Wirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem, Appetitlosigkeit, Nervosität und auch Nierenschädigungen einhergehen.

Das GS-Zeichen garantiert Sicherheit

Mit dem bloßen Auge kann man nicht erkennen, ob Spielzeug  etwa bleihaltige Farbe enthält. Hierzu sind chemische Analysen notwendig.

  • Die Eigenverantwortung der Hersteller und die Aufmerksamkeit der Kontrollbehörden sind deshalb von besonderer Bedeutung.

  • Achten Sie deshalb auf Spielzeug mit dem GS-Zeichen (geprüfte Sicherheit), denn dieses wurde durch ein unabhängiges Labor geprüft, bevor es auf den Markt kommt.

  • Im Gegensatz dazu besteht für den Hersteller bei einer CE-Kennzeichnung keine Verpflichtung für eine externe Prüfung.

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