02.02.2021

Saugroboter im Test

Die Werbeslogans klingen gut: „Nie mehr selbst staubsaugen“ - „Kommt in alle Ecken“ - „Entfernt jedes Staubkorn“. Ob diese Versprechen auch gehalten werden, testete KONSUMENT an 9 verschiedenen Staubsauger-Robotern. Davon bekamen allerdings nur 2 Modelle das Testurteil „gut“.

Testsieger wurde der iRobot Roomba i7158 um 650 Euro, dicht dahinter folgt, mit nur 2 Testpunkten weniger, der Neato Botvac Connected D7 um 600 Euro.

Testergebnis: Saugroboter (1,0 MB)

Gründlich ist teuer

Günstige Saugroboter schwächeln entweder auf Teppichboden (Blaupunkt, Vileda, Zaco) oder auf Hartboden (Moneual, Medion) und lassen wesentlich mehr Staub liegen als die teurere Konkurrenz. Weiter nach vorn schaffte es nur der preisgünstige Eufy um 250 Euro, der aber deutliche Schwächen bei der Staubaufnahme zeigte. Allerdings ist auch bei den "guten" Saugrobotern (iRobot, Neato) die Leistung vom Untergrund abhängig. Das teuerste Modell im Test, der Dyson 360 Heurist um 1000 Euro, lieferte gar nur ein „durchschnittliches“ Ergebnis.

Hartboden, Teppichboden, Haare

Auf Hartboden spielt das iRobot-Modell seine Stärken aus, und auch Neato liefert dort brauchbare Ergebnisse. Auf Teppichboden hingegen fühlt sich der Dyson zu Hause.

Den „Härtetest mit Haaren“ haben die Modelle von Neato und Dyson gut bewältigt.

Machen Sie den Weg frei!

Apropos Aufwand: Damit die Roboter ungestört arbeiten können, muss man ihnen den Weg frei machen. Dabei sollte man auch an Handyladekabel denken, in denen sie sich verfangen könnten.

Sinnvoll, aber natürlich nicht immer möglich ist es, die Auswahl danach zu treffen, wie viel Platz unter und neben den Möbelstücken vorhanden ist. Der Dyson etwa ist sehr schmal, dafür aber höher als alle anderen Sauger im Test.

Beliebt trotz Nacharbeiten

Damit sich die Roboter im Raum orientieren können, müssen ihre Sensoren regelmäßig gereinigt werden. Zudem bleibt es nicht aus, in den Ecken gelegentlich händisch nachzusaugen. Trotz allem muss man aber betonen, dass die meisten Besitzer von Saugrobotern nicht mehr auf deren Dienste verzichten möchten.

Zeit, Lautstärke und Stromverbrauch

Die Lautstärke beim Saugen kann besonders auf Hartboden mitunter nervtötend sein. Das ist vor allem bei Neato und Dyson der Fall. Dyson hat darüber hinaus den höchsten Stromverbrauch im Testfeld. Während die teureren Geräte den Raum flott und systematisch abfahren, sind die preiswerteren oft um ein Mehrfaches länger unterwegs - im Fall von Blaupunkt und Medion blieb noch dazu rund ein Viertel der Prüffläche ungesaugt.

Verschleißteile: Zusätzliche Kosten

Nicht übersehen darf man die Folgekosten. Bürsten und Filter sind Verschleißteile. Interessant ist aber nicht nur, wie viel sie kosten, sondern auch, wo sie überhaupt beziehbar sind. Diese Fragen sollte vor dem Kauf unbedingt abgeklärt werden. Gleiches gilt für den Akku, dessen Lebensdauer laut Anbieterangaben zwischen 2 und 5 Jahren liegt. Das Positive: Er ist bei iRobot, Neato, Dyson, Vileda, Medion und Blaupunkt durch den Benutzer selbst wechselbar. Die Hersteller von Eufy, Zaco und Moneual gaben zum Thema Akku keine Auskunft. 

Hinweis

In Kooperation mit  KONSUMENT bietet der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Oberösterreich jeden Monat einen neuen, aktuellen Test zum Download an. Weitere Tests aus dem aktuellen KONSUMENT-Heft.

Kontakt

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