06.06.2019

Sensitive Sonnen­cremes im Test: Nur 4 Sonnen­schutz­mittel über­zeugten!

Empfind­liche Haut braucht im Sommer zum Schutz gegen Sonnen­brand und Sonnenallergie eine gute Sonnen­creme – mit hohem Licht­schutz­faktor und ohne haut­reizende Inhalts­stoffe. Öko-Test hat 20 sensitive Sonnen­schutz­mittel unter­sucht. Nur 3 Produkte erhielten die Gesamt­note „sehr gut“ und eine Sonnen­creme wurde mit „gut“ beurteilt.

Testergebnis: Sensitive Sonnencremes (5,8 MB)

20 Sonnen­schutz­mittel untersucht

20 sensitive Cremes, Balsame, Milch und Sprays mit Licht­schutz­faktor 30 und höher wurden im Labor auf allergi­sierende Duft­stoffe und proble­matische Konservierungs­mittel wie Formaldehyd/-abspalter untersucht. Auch wurde geprüft, ob die Hersteller UV-Filter einsetzen, die möglicher­weise hormonell wirksam sind, oder ob sie Silikone, Paraffine und PEG/PEG-Derivate verwenden. Auch für umwelt­belastende synthetische Polymere gab es Abzüge. Nicht unter­sucht wurde, ob die Cremes den angegebenen Licht­schutz­faktor einhalten.

5 Produkte fielen mit „unge­nügend“ durch

  • In den getesteten 20 sensitiven Sonnen­cremes fanden sich keine allergie­auslösenden Konservierer oder allergene Duft­stoffe. Die meisten Produkte sind sogar parfümfrei.

  • Jedoch kommen in vielen Produkten chemische UVB-Filter zum Einsatz, die im Verdacht stehen, wie ein Hormon zu wirken. Im Test gab es für die UV-Filter Octocrylen und Homosalat einen Punkt Abzug und für Ethylhexyl­methoxycinnamat 2 Punkte.

  • Von den Produkten mit chemischem UVB-Filtern erhielt das Dado Sens Sun Sonnenfluid 30 die Gesamtnote „sehr gut“.

  • 3 Produkte im Test setzen aus­schließlich auf minera­lische UV-Filter. Die Natur­kosmetik-Produkte Eco Cosmetics Sonnen­milch Sensitive 30 und Lavera Sensitiv Sonnen­creme 30 wurden mit „sehr gut“ bewertet. Die Clinique Mineralische Sonnen­schutz-Lotion zeigt, dass der Verzicht auf chemische Filter alleine keinen guten Sonnen­schutz ausmacht - „unge­nügend“ aufgrund der enthaltenen PEG/PEG-Derivate und Silikone.

  • 5 Sonnen­schutz­mittel wurden mit „ungenügend“ bewertet. Der Grund dafür waren vor allem PEG/PEG-Derivate, die die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen können und/oder andere künstliche Stoffe wie Silikone und Paraffine, die sich nicht so gut ins natürliche Gleichgewicht der Haut einfügen wie natürliche Öle.

Chemische UV-Filter können Umwelt belasten

Beim Schwimmen landet ein Teil des Sonnen­schutz­mittels von der Haut direkt im Wasser. Experten gehen davon aus, dass chemische UV-Filter mitver­antwortlich dafür sind, dass Korallen aus­bleichen und ab­sterben. Die ameri­kanische Inselkette Hawaii und der Insel­staat Palau verbieten daher in Zukunft bestimmte chemische UV-Filter.

Tipps

  • Tragen Sie dick auf. Um den auf der Packung angegebenen Licht­schutz­faktor zu erreichen, müssen Sie etwa 6 Teelöffel Sonnen­creme auf die Haut schmieren.

  • Auch wasser­feste Mittel halten im Wasser nur zum Teil auf der Haut. Cremen Sie daher nach dem Schwimmen immer gleich nach.

  • Ein Licht­schutzf­aktor von 30 bedeutet beispiels­weise, dass Sie theoretisch 30-mal länger in der Sonne bleiben können als ohne Sonnen­schutz­mittel. Jedoch dringt trotz Sonnen­creme immer ein Teil der UV-Strahlen in die Haut. Sie sollten daher die theoretisch mögliche Schutz­dauer auf keinen Fall ausschöpfen.

  • Halten Sie sich gerade um die Mittags­zeit im Schatten auf und schützen Sie Ihre Haut auch durch leichte Kleidung und einen Sonnen­hut.

 

Hinweis

In Kooperation mit ÖKO-TEST bietet der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Oberösterreich jeden Monat einen neuen, aktuellen Test zum Download an. 

Halten Sie sich gerade um die Mittags­zeit im Schatten auf und schützen Sie Ihre Haut auch durch leichte Kleidung und einen Sonnen­hut.

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TEL: +43 50 6906 2
E-MAIL: konsumentenschutz@akooe.at

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