27.12.2018

Sekt-Test: „Sehr guter“ bereits ab 5,49 Euro

Mit einem Glas Sekt wird nicht nur zu Silvester angestoßen. Auch bei vielen anderen Festen darf dieses Getränk nicht fehlen. Die Zeitschrift KONSUMENT hat daher 26 Schaumweine verkostet und im Labor untersuchen lassen.

Mit einem erfreulichem Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Schaumweine wurde im Test mit „sehr gut“ bewertet. Die besten unter den sehr guten Produkten sind bei klassischem Sekt Henkell Limited Edition trocken um 6,99 Euro und Rittsteuer Bio-Sekt extra trocken um 8,29 Euro. Bei Sekt Rosé schnitt Kupferberg Gold trocken um 5,79 Euro am besten ab.

Alkoholgehalt

Bei Schaumwein muss der Alkoholgehalt auf der Flasche angegeben sein. Bei 5 Produkten ergab die Analyse Abweichungen zwischen deklariertem und analysiertem Alkoholgehalt. Alle Proben entsprachen aber noch den rechtlichen Vorgaben.

Gesamtzuckergehalt

Der maximal zulässige Zuckergehalt war nur bei einem Produkt (Baronesse extra trocken) überschritten. Die Abweichung war zwar gerade noch im Rahmen des Zulässigen, doch einige als „trocken“ ausgelobte Produkte enthielten weniger Zucker als dieser „extra trockene“ Sekt.

Schwefelige Säure

Damit er besser hält, wird Schaumwein oft geschwefelt. Wie viel schwefelige Säure er enthalten darf, hängt von der Qualitätsstufe ab. Beim Verkauf in Österreich sind bis zu 195 mg/l erlaubt. Bei Bio-Qualitätsschaumwein (Bio-Sekt) ist der Grenzwert am niedrigsten. Er liegt bei 155 mg gesamter schwefeliger Säure pro Liter.

Gut und günstig

Die Preise der Schaumweine im Test lagen zwischen 2,99 und 14,99 Euro. Unter den sehr guten befinden sich auch günstige Produkte ab 5,49 Euro. Auch preiswerter Sekt schmeckt. Bei billigen Produkten ist allerdings eher mit zugesetztem Haushaltszucker (Dosage) und mit einem höheren Gehalt an schwefeliger Säure zu rechnen als bei teureren.

Gesetzliche Regeln für heimischen Sekt

Für Sekt mit geschützter Ursprungsbezeichnung (Sekt g. U.) gibt es drei Qualitätskategorien:

  • Klassik - Die Trauben für diesen Sekt kommen aus einem österreichischen Bundesland, das am Etikett genannt wird. Verarbeitung und Versektung erfolgen ebenfalls dort. Alle Methoden zur Sekterzeugung sind erlaubt. Die Mindestlagerzeit auf der Hefe beträgt 9 Monate.
  • Reserve - Die Trauben stammen zu 100 Prozent aus einem Weinbaugebiet und werden im Handleseverfahren geerntet. Der Sekt darf ausschließlich in traditioneller Flaschengärung hergestellt werden. Mindestlagerzeit auf der Hefe: 18 Monate.
  • Große Reserve - Die Trauben dürfen nur aus einem abgegrenzten Gebiet oder einer Gemeinde stammen. Auch hier sind die Handlese und die Herstellung in traditioneller Flaschengärung vorgeschrieben. Mindestlagerzeit auf der Hefe: 30 Monate.

Hinweis

In Kooperation mit KONSUMENT bietet der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer OÖ jeden Monat einen neuen, aktuellen Test zum Download an. Weitere Tests aus dem aktuellen KONSUMENT-Heft

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