17.06.2022

13 Räucher­fische im Test – Qualität muss nicht teuer sein

Fettreicher Fisch kann das Risiko für Herz­infarkte, Schlaganfälle und Fettstoffwechselstörungen senken. Zudem ist Fisch eine wichtige Quelle für Selen, Vitamin D und Jod.

Das Magazin Konsument hat daher 13 Räucherfischprodukte - darunter 4 Produkte aus österreichischer Bio-Zucht - in Supermärkten, Diskontern und kleineren Verkaufsstellen eingekauft und auf Keime und Schadstoffe untersucht und deren Frischemerkmale wie Geschmack und Geruch beurteilt.

Testergebnis: Räucherfisch (3,1 MB)

Getestet wurden unter anderem Forellen, Lachsforellen und Saiblinge von Ja! Natürlich, S-Budget, Spar natur Pur, Almare Seafood, Eishken Estate, Nautica, Marias Land und Gut Dornau. 3 Produkte schnitten mit „sehr gut“ ab, eine Probe fiel durch. Erfreulich ist auch, dass der Testsieger von S-Budget mit 15,92 Euro pro Kilogramm auch der Günstigste Räucherfisch im Test war. 

Gute Qualität, kleiner Preis

Die Produkte wurden am letzten Tag des an­gegebenen Mindesthaltbarkeitsdatums beziehungsweise Verbrauchsdatums im Labor untersucht. Dabei wurde beobachtet, wie stark die Ware mit Keimen und Schadstoffen (Blei, Cadmium, Quecksilber, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) belastet war. Ebenfalls wurde die Lagertemperatur im Geschäft kontrolliert und gemessen und geprüft, ob die Produkte korrekt gekennzeichnet sind.  Geschmack, Konsistenz und Geruch der Fische wurden ebenso kontrolliert.

Test­sieger S-Budget

Mit Abstand am besten schnitten die Regen­bogen-Forellenfilets von S-Budget ab.

Ebenfalls eine sehr gute Bewertung erreichte das Forellen­filet von Eishken Estate und die bei Lidl erhältliche Lachsforelle von Nautica.

Marias Land ent­täuschte

Testverlierer war das Eismeersaiblingfilet von Marias Land, es schnitt als einziges mit „nicht zufriedenstellend“ ab. Neben einer deutlich erhöhten Belastung mit Keimen bemängelten die Experten einen sauren Geschmack. Zusätzlich wurde nur in diesem Bio-Produkt krebserzeugende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) nachgewiesen. Die zulässigen Höchstgehalte wurden jedoch nicht überschritten.

Eisvogel, Billa und Almare mit Problemen

Bei 3 weiteren Proben der Anbieter Eisvogel, Billa und Almare Seafood (Lachsforelle geräuchert) waren die Keimzahlen ebenfalls deutlich erhöht. Die Produkte wurden jedoch von den Experten nicht beanstandet, weil sie keine sensorischen Abweichungen aufwiesen.

Was die Schadstoffe anbelangt, war neben dem Produkt von Marias Land auch das Bachsaiblingfilet von Ja! Natürlich auffällig. Hier war der Queck­silbergehalt im Vergleich zu den anderen Produkten erhöht.

Beim Cadmium lagen alle untersuchten Räucherfische unter der Bestimmungsgrenze. Gleiches gilt, mit Ausnahme der beiden Produkte von Almare Seafood, was den Bleigehalt angeht.

Die Preise der Räucherfische liegen zwischen 15,92 und 79 Euro pro Kilogramm.

Tipps

  • Wer Räucher­fisch kaufen möchte, der keinen langen Transportweg hinter sich hat bzw. aus österreichischer Zucht stammt, sollte die Herkunftsangabe auf dem Etikett beachten. Auch viele Süßwasserfische werden importiert.

  • Räucherfisch sollte möglichst rasch nach dem Kauf gegessen werden.

  • Fisch ist ein kostbares Lebens­mittel und sollte als Delikatesse, nicht als tägliches Konsumgut angesehen werden. Möchte man den Konsum einschränken oder ganz darauf verzichten, weil man sich vegetarisch oder vegan ernährt, gibt es auch andere Lebensmittel, mit denen man den Bedarf an Jod, Selen und Proteinen decken kann. Vorstufen der wichtigen Omega-3-Fettsäuren sind etwa in Raps- oder Leinöl enthalten. Süß­wasserfische aus Aquakultur, etwa Forelle oder Saibling, enthalten deutlich weniger Quecksilber als Meeresfische wie Thunfisch.

hinweis

In Kooperation mit  KONSUMENT bietet der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Oberösterreich jeden Monat einen neuen, aktuellen Test zum Download an. Weitere Tests aus dem aktuellen KONSUMENT-Heft.

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