08.05.2019

Muttertags-Pralinen mit Palmöl - Problem­stoffe unter erlaubten Grenz­werten

Um Pflanzenöle verarbeiten zu können, müssen diese hoch erhitzt werden. Dabei können gesundheitlich bedenkliche Substanzen entstehen. Die höchsten Konzentrationen entstehen bei der Herstellung von Palmöl. Der AK-Konsumentenschutz Oberösterreich hat deshalb palmölhaltige Muttertags-Pralinen untersuchen lassen. Das erfreuliche Ergebnis: In allen 10 Produkten wurden zwar Verunreinigungen gefunden, jedoch in sehr geringen und damit ungefährlichen Mengen. Weniger erfreulich: Obwohl die Marken-Pralinen alle das billige Pflanzenfett Palmöl enthalten, sind die Preise zwischen 1 und 6,50 Euro pro 100 Gramm im Vergleich zu palmölfreien Eigenmarken hoch. 

Muttertagspralinen im Test © -, Arbeiterkammer Oberösterreich
Diese Pralinen wurden getestet © -, Arbeiterkammer Oberösterreich

Testergebnis: Palmölhaltige Muttertags-Pralinen (0,4 MB)

Glycidol-Grenz­werte deutlich unter­schritten

Im Produkt Ildefonso des Süßwarenherstellers Manner war erfreulicherweise kein Glycidol bestimmbar. In allen anderen Pralinen im Test konnte Glycidol zwar nachgewiesen werden, jedoch weit unter dem erlaubten Grenzwert. Aufgrund des wahrscheinlich krebserregenden und erbgutschädigenden Potentials von Glycidol sollte die Aufnahme grundsätzlich so gering wie möglich sein. 

3-MCPDs-Konzentration in Pralinen ungefährlich

Obwohl in allen Pralinen im Test 3-MCPD (Monochlorpropandiol) festgestellt wurde, stellen deren Konzentration laut der Risikobewertung der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) keine gesundheitlichen Gefahren dar. Jedoch trägt der regelmäßige Konsum von Schokolade-Aufstrichen, Keksen, Backwaren, Kuchen, Margarine, frittierten und gebackenen Produkte zur Aufnahme der unerwünschten 3-MCPDs bei und die unbedenkliche Aufnahmemenge, die vom Körpergewicht abhängig ist, kann vor allem bei Kindern und Jugendlichen überschritten werden. 

EU-weite Grenz­werte für 3-MCPD not­wendig

Zum Schutz von Konsumenten/-innen fordert die AK Oberösterreich die Einführung von gesetzlich vorgeschriebenen Höchstgehalten für 3-MCPDs in pflanzlichen Fetten und Ölen. 

Palmöl­freie günstige Eigen­marken als Alternative

Wenn Sie Ihren Palmölkonsum reduzieren möchten, achten Sie beim Einkauf gezielt darauf. Bestimmte Hersteller verzichten bei ihren Produkten bewusst auf das ökologisch wie gesundheitlich problematische Pflanzenfett. Dazu zählen etwa auch einzelne österreichische Supermärkte, die die Produkte ihrer Eigenmarken ohne Palmöl produzieren.

"Wenn Sie Ihren Palmöl­konsum reduzieren möchten, achten Sie beim Ein­kauf gezielt darauf."

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