14.08.2019

Mücken­stecker im Test: Kein Pro­dukt empfehlens­wert!

Insektenstecker sollen Stechmücken abwehren. Doch wie sieht es mit der Giftbelastung aus? Und lassen sich Mücken per Ultraschall vertreiben? Öko-Test hat 9 Produkte getestet mit ernüchterndem Ergebnis: Kein einziges Produkt kann empfohlen werden! 

Testergebnis: Mückenstecker (1,1 MB)

Bio­zid­verdampf­er: gif­tig

Diese Mückenstecker erhitzen Insektengift, das verdampft und sich so in der Raumluft verteilt. Damit gelangen giftige Stoffe in die Atemluft und dass über Stunden oder die ganze Nacht. Bei den getesteten Geräten kam hauptsächlich der Wirkstoff Prallethrin zum Einsatz und bei einem Produkt Transfluthrin. Es handelt sich dabei um Stoffe aus der Gruppe der Pyrethroide, die keinesfalls harmlos sind. Laut den Warnhinweisen auf den Verpackungen sollten zum Beispiel Kinder und Asthmatiker den Substanzen nicht ausgesetzt werden. Verdampfer schädigen außerdem andere Insekten. Prallethrin ist zum Beispiel für Bienen sehr giftig. 

Ultra­schall­piepser: wir­kungs­los

Das Versprechen - ohne Gift und ohne Töne Mücken zu vertreiben - klingt verlockend. Das Gerät in der Steckdose sendet Impulse im Hochfrequenz- oder Ultraschallbereich und soll damit die Mücken vertreiben. Tatsächlich gibt es aber keine Studie, die diese Wirkung bestätigt. 

Hoch­spannungs­licht­fallen: töd­lich für alle In­sekten

Eine UV- oder LED-Lampe lockt die Tiere an und sobald sie an ein Hochspannungsgitter geraten, werden sie mit Stromstößen von 800 Volt und mehr getötet. Das wäre für den einen oder anderen Gelsengeplagten nach einer schlaflosen Nacht vielleicht noch akzeptabel. Die Lampen töten aber wahllos und sind damit eine große Gefahr auch für geschützte und gefährdete Insektenarten. Der Anteil der Stechmücken, die in die Todesfalle gehen, ist verschwindend gering. Denn Stechmücken orientieren sich auf der Suche nach ihren Opfern weniger am Licht, als am Geruch und der Kohlendioxid-Konzentration in der Atemluft. 

Was tun ge­gen Stech­mücken?

Statt Gift oder Stromschlag helfen vorbeugende Maßnahmen wie Fliegengitter an Fenstern oder Balkontüren und Moskitonetze über dem Bett. Auch Ventilatoren mögen die Blutsauger nicht. Und wenn es den Quälgeistern gezielt an den Kragen gehen soll, dann hilft die klassische Fliegenklatsche.

Hinweis

In Kooperation mit ÖKO-TEST bietet der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Oberösterreich jeden Monat einen neuen, aktuellen Test zum Download an.

"Statt Gift oder Strom­schlag hel­fen vor­beug­ende Maß­nahmen wie Fliegen­gitter an Fenstern oder Balkon­türen und Moskito­netze über dem Bett."

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