28.06.2017

Mozzarella-Tomaten-Weckerl: Nur 3 einwandfrei

Die italienische Kombination aus Tomate und Mozzarella, bekannt als Caprese, zählt auch in Österreich zu den beliebten Sommerspeisen. Gerne werden Mozzarella und Tomaten in ein Weckerl oder Brötchen gesteckt.

Aber Achtung: Die fertigen Snacks sind sensibel und verderben schnell, wie ein Test der Konsumentenschützer der AK Oberösterreich zeigt:  In 2 Drittel der untersuchten Mozzarella-Tomaten-Weckerl wurden unerwünschte Keime festgestellt. Auch große Preisunterschiede wurden festgestellt, wobei das teuerste Produkt am besten abschnitt.

Testergebnis: Mozzarella-Tomaten-Weckerl (0,3 MB)


7 von 10 Proben "wertgemindert"

  • Lediglich 3 der 10 Proben konnten den strengen mikrobiologischen und sensorischen Prüfkriterien durchwegs standhalten und erhielten insgesamt das Testurteil "einwandfrei".  
     
  • Auf den restlichen 2 Drittel der Proben tummelten sich Keime wie Pseudomonaden, die zwar keine Gesundheitsgefährdung darstellen, aber zu den klassischen Verderbserregern von Käse zählen.

  • Zusätzlich fanden die Analytiker Hefen und Fäkalkeime wie Enterobakterien. Diese 7 Proben wurden daher von den Lebensmittel-Gutachtern insgesamt als wertgemindert eingestuft.

Große Unterschiede bei Preis und Füllmenge

Am teuersten war der Testsieger der Bäckerei Gragger mit 3,80 Euro. Die restlichen Weckerl kosteten zwischen 1,99 und 3,40 Euro.

Beträchtliche Differenzen gab es auch bei der wertbestimmenden Füllmenge der Weckerl. Während der Inhalt im Weckerl von Kandur lediglich 72 Gramm wog, war das Mozzarella-Ciabatta von Billa mit 183 Gramm Inhalt besonders gut bestückt.

So haben wir getestet

Die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer OÖ kauften 10 Proben Mozzarella-Tomaten-Weckerl von unterschiedlichen Herstellern aus verschiedenen Einzelhandelsgeschäften am Hauptbahnhof und entlang der Linzer Landstraße.

Die Proben wurden zur weiteren Begutachtung unter Einhaltung der Kühlkette in das Labor der Belan Ziviltechniker-GmbH gebracht.

Die Beurteilung der sensorischen Prüfung basierte auf den Grundlagen der entsprechenden, akkreditierten Untersuchungsmethode. Die Bewertung der mikrobiologischen Untersuchungen erfolgte auf Basis der entsprechenden Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) und Vergleichswerten aus einschlägiger Fachliteratur beziehungsweise nach den Kriterien der Verordnung EG Nr. 2073/2005.

Der abschließenden Bewertung lag zusätzlich die berechtigte Verbrauchererwartung zugrunde.     

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