19.06.2019

Kürbis­kern­öl im Test

Kürbiskernöl, oder auch das "schwarze Gold", verbindet man sofort mit der Steiermark. Unser Test bestätigt: von 20 getesteten Kürbiskernölen weisen 14 Öle eine geschützte geografische Angabe (g.g.A.) auf. Viermal wurde die Testnote „sehr gut“ vergeben. 14 Produkte erhielten ein „gut“ und 2 Öle ein „durchschnittlich“. Vor 7 Jahren war das Ergebnis noch anders: mehr als die Hälfte der getesteten Kürbiskernöle wurde aus Kürbissen aus dem Ausland produziert.

Testergebnis: Kürbiskernöl (2,3 MB)

2 Testsieger aus Österreich

Bei den Ölen aus Österreich waren die beiden Testsieger das Steirische Kürbiskernöl g.g.A. von Billa dicht gefolgt vom Steirer Kraft Bio Kürbiskernöl g.g.A. Von den Ölen mit der Herkunftsbezeichnung Europa erhielten Stekko Kürbis Kernöl und Kerngold Kürbis Kernöl ebenfalls ein „sehr gut“.

Siegel für Steirisches Kernöl

In Österreich wacht die Kontrollstelle LACON darüber, dass die Vorschriften bei Steirischem Kürbiskernöl g.g.A.-Siegel eingehalten werden. So dürfen nur Kerne vom steirischen Ölkürbis verarbeitet werden, die aus genau definierten Anbaugebieten stammen. Auch wo gepresst werden darf und mit welchem Verfahren, ist genau vorgeschrieben. Wer alles einhält, darf sein Produkt mit dem begehrten blau-gelben g.g.A.-Siegel schmücken.

Belastung mit Pestiziden

Kein einziges Kernöl war pestizidfrei, gleichzeitig wurden aber keine Grenzwerte überschritten. In allen Kernölen findet sich die Verbindung Hexachlorbenzol (HCB). HCB gilt als möglicherweise krebserzeugend, leber- und nierenschädigend sowie fruchtschädigend. 5 der 6 Bio-Öle (Steirer Kraft, Spar Natur pur, Dennree, Ja! Natürlich, Fandler) waren immerhin mit keinem weiteren Pestizid belastet. Den traurigen "Spitzenplatz" belegte das Kürbis-Kernöl von S-Budget, das mit insgesamt 7 Chemikalien belastet war. Aber auch das Bio-Öl von "Natürlich für uns" war mit 5 verschiedenen Pestiziden belastet.

Tipps

  • Kürbiskernöl sollte kühl und dunkel gelagert werden. Solange die Flasche noch nicht geöffnet ist, hält Kürbiskernöl unter optimalen Bedingungen bis zu 1Jahr. 

  • Offenes Kürbiskernöl sollte innerhalb von 6 bis 12 Wochen verbraucht werden. Wer Kernöl nicht gerade täglich verwendet, sollte beim Einkauf zu kleineren Mengen greifen.

  • Kürbiskernöl eignet sich besonders gut für die kalte Küche. Es sollte wegen des Anteils an ungesättigten Fettsäuren nie zu stark erhitzt werden (bis maximal 120 °C).

  • Salate mit Kürbiskernöl sollte man nie in die Sonne stellen, da das Öl sonst sehr rasch verdirbt.

  • Wenn Kleidung einen Kürbiskernöl-Fleck abbekommt, kann man sich das Sonnenlicht zunutze machen. Unter UV-Strahlung bleichen Kernöl-Flecken innerhalb kurzer Zeit aus.

Hinweis

In Kooperation mit  KONSUMENT bietet der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Oberösterreich jeden Monat einen neuen, aktuellen Test zum Download an. Weitere Tests aus dem aktuellen KONSUMENT-Heft.

Kürbis­kern­öl eignet sich besonders gut für die kalte Küche. Es sollte wegen des Anteils an un­gesättigten Fett­säuren nie zu stark erhitzt werden (bis maximal 120 °C).

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TEL: +43 50 6906 2
E-MAIL: konsumentenschutz@akooe.at

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Kürbis­kern­öl eignet sich besonders gut für die kalte Küche. Es sollte wegen des Anteils an un­gesättigten Fett­säuren nie zu stark erhitzt werden (bis maximal 120 °C).

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