30.01.2020

Kosmetik: Gesichts­masken im Test: „Sehr gute“ gibt es schon zu sehr günstigen Preisen!

Gesichts­masken versprechen eine kleine Auszeit für die Haut. ÖKOTEST hat 51 Feuchtigkeits­masken auf Inhalts­stoffe getestet. Mit großteils gutem Ergebnis: 22 „sehr gute“ und 7 „gute“ Produkte können empfohlen werden. Aber es gibt auch tiefrote Schluss­lichter im Test: Fünf Mal wurde das Gesamt­urteil „ungenügend“ vergeben.

Gesichtsmasken: Schön frisch (2,3 MB)

Pflege ab 45 Cent - das noch "sehr gut"

ÖKOTEST hat 30 Creme­masken sowie 21 Hydrogel- und Tuchmasken untersucht, darunter etliche, die als Natur­kosmetik zertifiziert sind. Mit Natur­kosmetik liegen Sie bei den Gesichts­masken meist richtig: Von den neun Creme­masken im Test schnitten 7 „sehr gut“ ab. Bei den Tuch­masken erhielten alle 3 im Test die Bestnote.

 Auch „sehr gut“ und noch dazu sehr günstig sind einige konventionelle Produkte der Drogeriemärkte. In Österreich erhältlich sind beispielsweise die Balea Feuchtigkeitsmaske von DM um 45 Cent oder die CV Cadeavera Hydro H2O Express Tuchmaske von Müller um 76 Cent.

Umstrittene PEG-Verdindungen gefunden

  • Häufigster Kritikpunkt sind umstrittene PEG-Verbindungen, die in insgesamt 17 Gesichtsmasken enthalten sind. Meistens haben sie als Emulgatoren die Funktion, Fette und Wasser in cremiger Kosmetik zu verbinden. Sie können jedoch Fremdstoffe in die Haut einschleusen.

  • 5 Masken im Test enthalten den Konservierungs­stoff Chlorphenesin. Die Substanz gehört zur Gruppe der umstrittenen halogenorganischen Verbindungen und gilt als hautreizend.

  • Punkteabzug gab es bei fünf Produkten für Duftstoffe, die Allergien auslösen können beziehungsweise im Verdacht stehen, die Fort­pflanzung zu beeinträchtigen.

  • Umweltbelastende Kunststoffverbindungen oder PVC in der Verpackung verschlechterten das Gesamtergebnis.

Tuchmasken sind im Trend

Für Eilige sehr praktisch sind Tuchmasken, ein Trend aus der koreanischen Schönheitspflege (K-Beauty). Die mit Pflegeseren getränkten Tuchmasken bestehen aus Baumwolle, Bambusfasern, Zellulose, Viskose oder Hydrogel.

Tuchmasken produzieren allerdings mehr Müll als durch einzeln abgepackte Masken ohnehin schon entsteht. Greifen Sie daher am besten zu Masken aus Tube oder Tiegel. Das vermeidet unnötigen Müll und Sie können damit die Menge beliebig dosieren.

Zum Selbermachen: Gurkenmaske  

Legen Sie dünne Gurkenscheiben aufs Gesicht. Oder pürieren Sie ein Stück Gurke und vermengen Sie es mit einem Esslöffel Topfen, das haftet besser. Mit dieser selbstgemachten Maske produzieren Sie keinen Müll und Sie kennen die Inhaltsstoffe. Preisgünstig ist die Selbstbau-Gesichtspflege noch dazu!

Hinweis

In Kooperation mit ÖKO-TEST bietet der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Oberösterreich jeden Monat einen neuen, aktuellen Test zum Download an.

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