28.06.2018
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Körperlotionen: Ein gutes Gefühl

Gute Produkte für trockene Haut gibt es bereits ab 25 Cent pro 100 Milliliter, wie der aktuelle Konsument-Test zeigt. Einige Produkte haben ihre Schwächen, was die Feuchtigkeitsanreicherung der Haut angeht und manche enthalten kritische Duftstoffe.

Die beste Bewertung mit 74 von möglichen 100 Prozentpunkten erreichte Neutrogena Deep Moisture Bodylotion für trockene Haut. Mit einem Euro pro 100 Milliliter schneidet sie auch beim Preis gut ab.

Testergebnis: Körperlotionen (0,9MB)

Gut und günstig

Selbst die preisgünstigsten Lotionen konnten überzeugen: Für gerade einmal 25 Cent pro 100 Milliliter bieten dm und Lidl ihre Eigenmarken an. Diese schnitten fast genauso gut ab, wie die erheblich teurere Lotion von La Roche-Posay aus der Apotheke, für die man 8,60 Euro pro 100 Milliliter bezahlen muss. Das entspricht dem 30-fachen Preis der Drogeriemarkt- und Diskonterware.

Lilial in 4 Produkten

Vielen Konsumenten/-innen ist es besonders wichtig, dass Kosmetika frei von bedenklichen Inhaltsstoffen und nicht verdorben sind. Deshalb wurden die Lotionen auch auf kritische Duftstoffe und Mineralölbestandteile untersucht und die mikrobiologische Qualität wurde überprüft. Alle waren keimfrei,  die mikrobiologische Qualität war bei allen Produkten in Ordnung.

Anders sieht es bei den Schadstoffen aus. In den Lotionen von Clarins, Eucerin, Nivea und Lancôme wurde der Duftstoff Butylphenyl Methylpropional (BMHCA), auch Lilial genannt, gefunden. In Tierversuchen zeigte sich, dass Lilial die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen kann. Der wissenschaftliche Ausschuss für Verbrauchersicherheit der EU (SCCS) stuft die Substanz nicht als sicher ein.

Naturkosmetik ohne Konservierungsstoffe

Bis auf die beiden Naturkosmetikprodukte von Lavera und Weleda enthalten alle Lotionen Konservierungsstoffe. Diese sollen verhindern, dass sich Bakterien, Hefe- oder Schimmelpilze vermehren. In den Lotionen von Dove, Garnier, Lancôme und Lidl sind Parabene als Konservierungsmittel im Einsatz. Bestimmte Parabene stehen im Verdacht, Brustkrebs auszulösen beziehungsweise durch ihre hormonähnliche Wirkung die männliche Fruchtbarkeit zu beeinträchtigen.

Allergieauslöser Lyral: ab 2021 verboten

Die Körperlotion von Lancôme enthält zudem Hydroxyisohexyl 3-Cyclohexene Carboxaldehyde (HICC). Die auch Lyral genannte Substanz löst vergleichsweise häufig Allergien aus: Ab Sommer 2021 dürfen Kosmetikprodukte, die Lyral enthalten, nicht mehr verkauft werden. Viele Anbieter verzichten in ihren Rezepturen bereits jetzt darauf. Das ist begrüßenswert. Lancôme verwendet Lyral nach wie vor und landete im Test deshalb auf dem letzten Platz.

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