18.06.2020

Grill­kohle im Test: 11 von 20 Pro­dukten empfeh­lens­wert

Grill­experten/-innen nehmen gern kör­nigere Holz­kohle zum Anfeuern und dickere Briketts für ein langes Glühen. Öko­test hat daher von beiden Varianten je 10 Produkte genauer unter die Lupe genommen. Getestet wurde, wie gut es sich mit den Kohlen und Briketts grillen lässt und ob Tropen­holz aus nicht nach­haltigen Quellen darunter ist. Das Ergebnis: 5 Grill­briketts erhielten das Gesamt­urteil „sehr gut“ und 6 Holz­kohlen schnitten insgesamt „gut“ ab.

Grillkohle im Öko-Test (2,2 MB)

Grillkohle im Praxistest

Fachleute testeten

  • Brennverhalten,
  • Funkenflug,
  • Rauchentwicklung,
  • Dauer der Vorglühzeit,
  • Temperaturentwicklung in der Grillphase.

Gemessen haben die Exper­ten/-innen nach dem Ein­füllen in den Grill, und nach 15, 30 und 60 Minuten. Das Test­ergebnis Grillen ging mit 40 Prozent in die Gesamt­bewertung ein. Insgesamt haben die Briketts mit achtmal „gut“ beim Grillen gegen­über den Holz­kohlen die Nase vorne, welche bestenfalls ein befriedi­gend erreichten.

Zusammensetzung und Qualität

Ein Spezial­labor achtete auf Zusammen­setzung und Qualität. Ermittelt wurde der Gehalt an fixem Kohlen­stoff - dem festen Brennstoff in der Kohle - und Asche. Je mehr Kohlen­stoff und je weniger Asche enthalten ist, desto besser brennt die Kohle. Zudem begut­achtete das Labor Größe und Grad der Verunreinigungen, wie Stein­kohle, Schlacke, Pech, Quarz oder Steinen. Die Zusammen­setzung ging zu 60 Pro­zent in das Gesamt­urteil ein. 6 Holz­kohlen und 5 Briketts erhielten die Bestnote.

Verwendetes Holz

Immer mehr Kon­sumenten/-innen verwenden Holz aus nach­haltig bewirt­schafteten Anbau­flächen. Leider sind Anbieter nicht verpflichtet, Angaben über Art und Herkunft zu machen. Das Hamburger Thünen-Institut bestimmte daher die verwendete Holz­art. Die Ergeb­nisse wurden mit der Verpackungen und den Auskünften der Anbieter abgeglichen. Zur Ab­wertung kam es bei irreführenden Angaben zum verwendeten Holz und bei fehlendem Nachweis für zertifizierte Quellen.

Braunkohle hat im Grill nichts verloren

2 Produkte haben als Ausgangs­material kein Holz, sondern Braun­kohle. Da ein Rückgriff auf fossile Brenn­stoffe nicht nach­haltig ist, wurde abgewertet.

Tipps zum gesunden und nachhaltigen Grillen

  • Tupfen Sie kurz vor dem Grillen das Fett oder Öl ab, sodass weniger davon in die Glut tropft. Dabei können poly­zyklische aromatische Kohlen­wasserstoffe (PAK) entstehen, von denen einige krebs­auslösend sind. Auch indirektes Grillen vermeidet, dass Fett nicht in die Glut tropft.

  • Sicher und bequem geht das Vor­glühen mit einem Anzünd­kamin. Natürliche Anzünder - etwa aus Holz - gibt es auch FSC-zertifiziert. Mit dem Grillen sollte erst be­gonnen werden, wenn die Kohlen mit einer weißen Asche­schicht überzogen sind.

  • Zertifikate für nach­haltige Forst­wirtschaft sind Natur­land und FSC (Forest Stewardship Councils).

Hinweis

In Kooperation mit ÖKO-TEST bietet der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Oberösterreich jeden Monat einen neuen, aktuellen Test zum Download an.

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TEL: +43 50 6906 2
E-MAIL: konsumentenschutz@akooe.at

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