26.08.2022

Getreide­breie für Babys: Laut ÖKOTEST sind die meisten Breie empfehlens­wert

Getreidebreie sind eine gute Sache: Mit heißem Wasser oder Milch anrühren, etwas zerdrücktes oder püriertes Obst dazu und fertig. Keine überflüssigen süßenden Zusätze, aber wie sieht es mit Schimmelpilzen, Mineralöl und Arsen aus?

Die Testzeitschrift Ökotest hat 21 Bio-Getreidebreie zum Anrühren für Babys ab 4 oder 5 Monaten getestet. Das Ergebnis fiel durchwegs gut aus: 11 Breie erhielten die Bestnote „sehr gut“, darunter auch der vergleichsweise preisgünstige Babylove Bio Getreidebrei 3-Korn von dm um 2,65 Euro für eine 400-Gramm-Packung.

Testergebnis: Getreidebreie (0,7 MB)

Reis ist Risiko­faktor

Bei beiden Reisbreien im Test wurde anorganisches Arsen nachgewiesen. Der Holle Bio Vollkorngetreidebrei Reis wurde deshalb auf „mangelhaft“ abgewertet. Arsen kommt natürlicherweise im Boden vor, die Reispflanze nimmt besonders viel davon auf und reichert es an.

Säuglinge und Kleinkinder sollten daher nicht täglich Reisbrei oder Eiswaffeln essen!

Schimmel­pilze und Mineral­öl­bestand­teile 

Bei 6 Produkten waren Verunreinigungen mit gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen (MOSH) der Grund für Abwertungen – fünfmal auf „gut“ und einmal auf „befriedigend“. MOSH sammelt sich im menschlichen Körper an. Die gesundheitlichen Folgen sind noch völlig unklar. Daher gilt für uns: Je weniger, desto besser!

Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen stellen in Getreide das größte gesundheitliche Risiko dar. Gefunden hat das Labor ausschließlich sogenannte T-2- und HAT-2-Toxine. Diese stammen von Pilzen, die das Getreide schon auf dem Feld befallen. Sie sind zellgiftig und können das Immunsystem schwächen.

2 Produkte wurden wegen erhöhter Schimmelpilzgifte auf „befriedigend“ abgewertet. Beim Töpfer Bio Getreidebrei Hafervollkorn war der erhöhte T-2/HAT-2-Gehalt plus leicht erhöhte Mineralölbestandteile der Grund für die Gesamtbeurteilung „ausreichend“.

Wenig Pestizide, Schwer­metalle und Zusatz­stoffe

Pestizide fand das Labor nur zweimal in geringen Spuren, weitere Schwermetalle und umstrittene Zusatzstoffe waren auch kein Thema.

Hafer­flocken sind preis­günstige Alternative

Anstatt der vergleichsweise teuren Instantbreie können feine Bio-Haferflocken aufgekocht werden. Das ist nur mit etwas mehr Aufwand verbunden und spart Geld!

Hinweis

In Kooperation mit ÖKO-TEST bietet der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Oberösterreich jeden Monat einen neuen, aktuellen Test zum Download an.

Unser Tipp: An­statt der vergleichs­weise teuren Instant­breie können feine Bio-Hafer­flocken auf­ge­kocht werden. Das ist nur mit etwas mehr Auf­wand ver­bunden und spart Geld!

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