25.06.2020

E-Bike-Test: 5 von 12 Rädern mit gravierenden Sicherheits­mängeln

Bereits jedes dritte in Österreich verkaufte Rad ist ein E-Bike. Mit dem E-Motor schaffen Sie steile Anstiege mit minimalem Kraftaufwand. Dass Sie sich aber nicht irgendeines kaufen sollten, zeigt der aktuelle Test von 12 E-Bikes des Magazins KONSUMENT: Nur 4 bekamen das Testurteil „gut“, 2 erwiesen sich als brandgefährlich und fielen deshalb durch. Beim Rest wurden Rahmenrisse und Schadstoffe entdeckt.

Testergebnis: E-Bikes (2,0 MB)


Der Preis sagt nichts über die Qualität aus

Geprüft wurden die Räder im Labor und im Praxistest auf Fahrverhalten, Fahrstabilität, Komfort, Wendigkeit und Geräusche. Ebenso wurden Antrieb, Handhabung und die Sicherheit begutachtet. Die Preise der getesteten E-Bikes betragen zwischen 2.300 Euro und 3.500 Euro.

Testsieger mit 76 Prozentpunkten wurde das KTM-Modell Macina Tour 510 US. Es hängte die 11 Konkurrenten vor allem im Prüfpunkt „Fahren“ ab. Auch die weiteren Prüfkriterien „Antrieb“, „Handhabung“ sowie „Sicherheit und Haltbarkeit“ meisterte es tadellos.

  • 3 weitere „gute“ E-Bikes sind: Stevens E-Courier PT5, Pegasus 20-17-3102 und Raleigh Kent 9.

  • Dreimal gab es ein „durchschnittlich“ wegen Schadstoffbelastung.

  • Für 3 weitere Räder gab es aufgrund von Anrissen nach der Dauerprüfung oder fehlende Fahrstabilität mit Gepäck ein „weniger zufriedenstellend“.

  • Dass der Preis nichts über Qualität aussagt, zeigten 2 der teuersten Räder im Test. Kalkhoff Endeavour 5.S Move und Kettler Paramount 10G haben den Standardtest zur Brandsicherheit des Ladegerätes oder des Akkus nicht bestanden und fielen daher mit „nicht zufriedenstellend“ durch.

Tipps für den Kauf

  • Unternehmen Sie vor dem Kauf eine ausgiebige Probefahrt und testen Sie das Bike in den unterschiedlichen Fahrsituationen (Auf- und Absteigen, bergauf, in der Kurve und beim Bremsen)

  • Nehmen Sie sich Zeit und eventuell Hilfe in Anspruch, um Ihr Rad auf Sie anzupassen.

  • E-Bikes mit Scheibenbremsen bieten die größte Sicherheit.

  • Überlegen Sie sich, wo Sie Ihr Rad sicher abstellen und verwahren können. Die Räder (meist über 25 Kilo) über eine Treppe zu tragen, wird für viele schwierig bis unmöglich sein.

  • Wenn Sie mehr Überlandfahrten unternehmen und in hügeligem Gebiet radeln, entscheiden Sie sich für ein E-Bike mit Kettenschaltung.

  • E-Bikes sind nichts für Raser. Ihre Motorunterstützung wird bei 25 km/h abgeregelt.

Hinweis

In Kooperation mit  KONSUMENT bietet der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Oberösterreich jeden Monat einen neuen, aktuellen Test zum Download an. Weitere Tests aus dem aktuellen KONSUMENT-Heft.

Downloads

Kontakt

Kontakt

Konsumentenschutz
TEL: +43 50 6906 2
E-MAIL: konsumentenschutz@akooe.at

Hinweis

In Kooperation mit  KONSUMENT bietet der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Oberösterreich jeden Monat einen neuen, aktuellen Test zum Download an. Weitere Tests aus dem aktuellen KONSUMENT-Heft.

Das könnte Sie auch interessieren

Person bricht Fahrradschloss auf © Andrey Popov, stock.adobe.com

Fahrrad vor Diebstahl schützen

11 Fahrrad­schlösser im Test und nur eines konnte dem Bolzen­schneider stand halten.

Mountainbike © lettas, Fotolia.com

Haftpflicht für Radfahrer

Auch Radler sollten über eine private Hapftlichtversicherung verfügen

Frau beim Bügeln © didesign, Fotolia.com

Haushaltsversicherung

Welche Versicherung ist die passende? Ein Prämienvergleich lohnt sich auf jeden Fall! Sie sollten aber auch die Bedingungen genau lesen.

  • © 2020 AK Oberösterreich | Volksgartenstrasse 40 4020 Linz, +43 50 6906 0

  • Datenschutz
  • Impressum