17.04.2019

Frische Forellen im AK-Test – Groß­teil von einwand­freier Qualität

Rund um Ostern steht bei vielen Oberösterreichern/-innen vermehrt Fisch auf dem Speiseplan - unter anderem Forelle. Ein guter Grund also für die Konsumentenschützer/-innen der AK Oberösterreich, Forellen aus dem Einzelhandel näher unter die Lupe zu nehmen. Erfreuliches Testergebnis: 7 Proben waren einwandfrei, lediglich eine Probe wurde als wertgemindert eingestuft.  

Testergebnis: Frische Forellen (0,2 MB)

8 frische Forellen im AK-Test

Die Konsumentenschützer/-innen der Arbeiterkammer Oberösterreich kauften insgesamt 8 frische Forellen im Ganzen von unterschiedlichen Einzelhandelsketten (Hofer, Lidl, Interspar, Merkur, Maximarkt, Winkler Markt und Pro Kaufland). Unmittelbar nach Probeneingang wurden diese im Labor der Belan Ziviltechniker-GmbH sensorisch, mikrobiologisch und chemisch-physikalisch untersucht. 

Großteil der Forellen im Test war von Top-Qualität

  • 6 Proben erhielten von den Testern ein ausnahmslos einwandfreies Zeugnis.

  • Eine Forelle roch im gegarten Zustand leicht fischig und besaß eine teilweise breiige Textur - wurde aber insgesamt noch als einwandfrei beurteilt.

  • Einen Fisch befanden die Gutachter als wertgemindert. Die Forelle hatte nach der Zubereitung einen fischigen Geruch und Geschmack sowie eine breiige Textur und Graufärbung. Zudem zeigten die Laboranalysen einen leichten mikrobiologischen Mangel. 

Alle getesteten Fische aus Aquakultur

Allein mit Wildfang lässt sich der weltweite Fischbedarf nicht decken. Eine immer größere Bedeutung kommt daher der Fischzucht zu.

Alle Fische im Test kamen aus Aquakulturen. Mehr als die Hälfte stammte aus heimischen Aquakulturen - der Rest aus Italien.

Doch auch Aquakultur, die nicht sachgemäß betrieben wird, kann eine Reihe nachteiliger Auswirkungen haben. So benötigen Forellen tierisches Futter - meist Fischmehl und -öl aus Wildbeständen. Zudem wird für die Zucht Süßwasser von den umliegenden Fließgewässern genutzt, was in trockenen Gebieten Spaniens oder Italiens Probleme verursachen kann. 

Beim Kauf auf die Herkunft achten

Generell sollte Fisch aus der Region beziehungsweise Österreich bevorzugt werden. Die zumeist kleiner strukturierte Produktion sowie kurze Transportwege schonen unsere Umwelt. Am besten greift man zu Forellen in Bioqualität. Diese werden besonders umweltfreundlich und artgemäß gezüchtet. 

Herkunft hat ihren Preis

  • Mit Abstand das teuerste Produkt im Test war die Bio Bachforelle mit 31,90 Euro je Kilo.

  • Für konventionelle Ware aus österreichischer Fischzucht muss man im Schnitt 14,40 Euro zahlen.

  • Frischer Fisch aus italienischer Aquakultur im Test kostete nicht einmal 10 Euro das Kilo. 

Ausschlag­gebend für die Qualität ist die Frische

Frischer Fisch ist an seiner glänzenden Haut, festem, glattem Fleisch, fest anliegenden glatten Schuppen, leicht hervorstehenden, klaren Augen und hellroten Kiemen zu erkennen. Frischer Fisch sollte außerdem nicht fischig riechen.

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