20.07.2020

Fisch­stäbchen im Test: 4 Produkte über­zeugen bei Inhalts­stoffen und Nach­haltigkeit!

Schnell und bei Kindern beliebt: Fischstäbchen. Doch kann man Fischstäbchen mit gutem Gewissen genießen? Wie sind die Inhaltsstoffe? Das Magazin Ökotest hat 20 Fischstäbchen testen lassen und einen Meeresbiologen zu Fangmethoden und Überfischung befragt. Das Ergebnis fiel durchwegs positiv aus: 12 von 20 Fischstäbchen sind „sehr gut“ oder „gut“.

Testergebnis: Fischstäbchen (2,0 MB)

Inhalts­stoffe und Nach­haltig­keit bei Fisch­stäbchen im Check

Getestet wurden 20 Produkte aus deutschen Supermärkten, Bio-Läden, Discountern und Tiefkühllieferdiensten.

Die Preise sind zwischen 1,99 und 8,98 Euro pro 450-Gramm-Packung. 

Im Labor wurden die Stäbchen auf Mineralölbestandteile, Fettschadstoffe und Chlorat geprüft. Sensorik-Experten/-innen prüften, wie die in der Pfanne zubereiteten Stäbchen rochen und schmeckten und wie sie sich im Mund anfühlten.

Alle Hersteller wurden in einem umfangreichen Fragebogen um Auskunft zu Fanggebiet, Fangmethode und ökologischen Auswirkungen gebeten, um diese auf Basis wissenschaftlicher Daten beurteilen zu können.

4 Test­sieger punkten mit Nach­haltig­keit und Transparenz

Bei den Inhaltsstoffen schneiden 12 Produkte mit „sehr gut“ ab. Alle Fischstäbchen im Test sind frei von Mineralölbestandteilen und auch gefährliche Keimbelastungen mit Listerien hat das Labor nicht festgestellt. 4 Produkte erhielten die Bestnote für nachhaltige Fischerei und transparente Lieferketten. Und auch bei den Inhaltsstoffen gab es nichts auszusetzen. Dazu zählen die Followfish und Wild Ocean Seelachs Fischstäbchen mit Bio-Panade und die Bofrost Fischstächen und Käpt’n Iglo Lachs-Stäbchen.
Der Test zeigt aber auch, dass Fisch mit Labels wie MSC und Naturland Wildfisch mit zerstörerischen Grundschleppnetzen gefangen worden sein kann. Sogar eine Marke aus dem Bio-Handel wurde wegen hochproblematischer Fangmethoden und zu kleinem Bestand im Fanggebiet auf die Gesamtnote „mangelhaft“ abgewertet.

Ein Drittel wegen Fett­schad­stoff 3-MCPD ab­gewertet

In 7 Produkten hat das Labor einen Gehalt des Fettschadstoffs 3-MCPD nachgewiesen, den Ökotest bei 5 Produkten als „erhöht“ einstuft. Bei den Fischstäbchen von Käpt‘n Iglo und Eismann wurde der Gehalt sogar als „stark erhöht“ beurteilt. 3-MCPD und seine Ester haben im Tierversuch insbesondere zu Schäden an den Nieren geführt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat deshalb eine maximale Aufnahmemenge pro Tag festgelegt. 30 Kilogramm schwere Kinder nehmen demnach schon mehr auf, wenn sie 5 dieser Stäbchen von Iglo oder Eismann essen.

Sind Fischstäbchen gesund?

Sie enthalten unter anderem hochwertiges Eiweiß, wertvolle Omega-3-Fettsäuren und Jod. Lachs ist auch eine gute Quelle für Vitamin D. Jedoch saugt die Panade reichlich Fett auf, besonders wenn die Fischstäbchen in der Pfanne gebraten werden. Braten Sie die Fischstäbchen daher lieber im Backrohr und kombinieren Sie sie mit Gemüse und Salat.

Tipp

Alternative Quellen für die wichtigen Omega-3-Fettsäuren aus Seefisch sind Walnüsse und Leinöl.

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