10.11.2021

9 von 10 Fisch­stäbchen einwandfrei

Wie gut ist die Qualität von Fisch­stäbchen? Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat dies untersucht und kommt zu dem Urteil: Der Großteil der getesteten Produkte ist einwandfrei. Unterschiede zeigten sich vor allem bei der Verkostung - geschmacklich top sind sowohl die Erfindermarke als auch günstige Handelsmarken.  

Testergebnis: Fischstäbchen (0,2 MB)

Fischstäbchen im AK Test

Im Auftrag der AK Konsumentenschützer/-innen wurden im Labor der Belan Ziviltechniker GmbH 10 Packungen Fischstäbchen unterschiedlicher Hersteller chemisch und sensorisch untersucht. Der Preis einer 15 Stück-Packung lag zwischen 1,99 und 4,79 Euro. Bewertet wurde der Geschmack sowie der Fisch- und Wasseranteil.

Mehr Fisch als versprochen

Laut Hersteller­angaben stecken in allen Produkten 65 Prozent Alaska Seelachs, der auch pazifischer Polardorsch genannt wird. Diese Angaben decken sich mit dem im Labor analysierten Fischanteil. Tatsächlich ist sogar bei allen Produkten mehr Fisch enthalten, als auf der Verpackung versprochen. Ebenso ist der Wasser­gehalt der Fische wie zu erwarten und deutet auf keinerlei Tricks bei der Lebensmittelproduktion hin.

Gute Nährwertqualität

Berechnet man den ernährungsphysiologischen Wert der beliebten Stäbchen mittels Nutri-Score, einer fünfstufigen Farbskala von A bis E, erhalten alle Produkte im Test ein hellgrünes B und besitzen demnach eine gute Nährwertqualität. Wenn sie zuhause im Backrohr und nicht in der Bratpfanne mit Fett zubereitet werden, kann dieses Fertig­gericht beispielsweise mit Kartoffeln und Salat durchaus eine ausgewogene Mahlzeit darstellen.

Nähere Informationen zum Nutri-Score finden Sie hier.

Abzüge beim Geschmack

  • 9 von 10 untersuchte Proben wurden insgesamt als einwandfrei eingestuft. Feine Unterschiede gab es dennoch beim Geschmack. Ginge es nach dem Schulnotensystem, erhielten beim Sensoriktest nur 6 Produkte ein „Sehr gut“. Darunter diverse Eigenmarken als auch die Fischstäbchen-Erfindermarke.

  • 2 Proben schmeckten im zubereiteten Zustand etwas alt und bekamen leichte Abzüge.

  • Eine klebrige Textur, ein alter Geruch sowie ein fischiger Geschmack führten bei einer Probe zur Zwischennote „2 bis 3“.

  • In einem Fall wurde die Verkostung abgelehnt. Die Probe wies einen deutlichen Fremdgeruch nach ­Desinfektionsmittel auf und wurde aufgrund dieses schweren sensorischen Mangels insgesamt als wertgemindert bemängelt.

Auf Zertifikate, Fanggebiete und -methoden achten

Alle getesteten Produkte tragen das Siegel des Marine Stewardship Council (MSC). Dieses steht für eine nachhaltige Fischerei, ist in letzter Zeit aber zunehmend in Kritik geraten. Umweltschutzverbände raten sich beim Fischkauf nicht allein auf diese Zertifizierungen zu verlassen, sondern auch darauf zu schauen, woher der Fisch kommt und mit welcher Methode er gefangen wurde. Aus ökologischer Sicht sollten Fischstäbchen nicht allzu oft auf unseren Tellern landen. Nachhaltig und ökologisch vorteilhafter ist es auf heimische Fische, wie Forelle, Saibling oder Karpfen zurückgreifen und bei Aquakulturen auf Bio-Zertifizierung zu achten.

Nähere Informationen zu nachhaltigem Fischkonsum finden Sie unter folgendem Link.

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