25.01.2017
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Erkältungsmittel - Wirkstoffkombinationen sinnlos und bedenklich

Mehrmals im Jahr haben Erwachsene eine Erkältung. Um bei einem grippalen Infekt weiter zu funktionieren, greifen viele zu Erkältungsmitteln. Die Zeitschrift Ökotest hat daher 15 rezeptfreie Arzneimittel untersucht und bewertet. Nur ein Produkt erhielt die Note „gut“. 7 Produkte sind noch „ausreichend“. Die restlichen 7 wurden mit „ungenügend“ bewertet, weil sie einen Wirkstoffmix enthalten, der nichts nützt oder sogar unerwünschte Nebenwirkungen haben kann.

Testergebnis zum Download  (1,6MB)


Diese Schmerzmittel helfen

  • Ibuprofen, Acetylsalicylsäure (ASS) oder Paracetamol helfen, wenn bei einer Erkältung Kopf, Hals und Gesicht schmerzen.

  • Nehmen Sie Präparate mit ASS immer als Brausetablette oder als Granulat im Wasser aufgelöst ein, um den Magen zu schonen und Iboprofen nach einer Mahlzeit.

  • Die Dosis bei Paracetamol darf bei Kindern bis 12 Jahren und Menschen mit weniger als 43 Kilogramm Körpergewischt pro Tag höchstens 2.000 mg betragen.

Achtung

Überlegen Sie immer, ob es  überhaupt eine Tablette sein muss. Auch rezeptfreie Schmerzmittel sind nicht ohne Risiken.

Wirkstoffmix mit unerwarteten Folgen

Der Zusatz von Vitamin C in einem Schmerzmittel bringt nichts und führte generell zur Abwertung um eine Note. Beim Testsieger ASS + C-Ratiopharm Brausetabletten bedeutet es das Gesamturteil „gut“.

11 Produkte enthalten die Sympathomimetika Pseudoephedrin, Phenylpropanolamin, Phenylephrin oder Ephedrin, die abschwellend auf die Nasenschleimhäute wirken. Wegen der möglichen Nebenwirkungen wie Unruhe, Angst und Schlafstörungen kam es zur Abwertung um 3 Noten, was sechs Produkten das Gesamturteil „ausreichend“ einbrachte.

Akuter Husten im Rahmen eines Infektes sollte laut ÖKO-Test-Berater nur in Ausnahmefällen mit Hustenblocker und überhaupt nicht mit Schleimlöser behandelt werden. Kombinationen mit dem Hustenreizdämpfer Dextromethorphan oder dem Schleimlöser Guai-fenesin wurden daher um 2 Noten abgewertet.

Antihistaminika sind sinnvoll, wenn Beschwerden wie eine laufende Nase durch eine Allergie ausgelöst werden. Bei einer normalen Erkältung ist der Nutzen der Allergiemittel Chlorphenamin und Doxylamin wenig belegt, was ebenfalls zur Abwertung um zwei Noten führte.

Überflüssige Farbstoffe, mehr als 5 Volumsprozent Alkohol und fehlende Hinweise auf dem Beipackzettel brachten eine Note Abzug.

Tipps: So beugen Sie Erkältungen vor
  • Waschen Sie sich häufig die Hände mit normaler Seife und halten Sie die Hände vom Gesicht fern.
  • Trinken Sie viel Wasser und ungesüßte Kräutertees und lüften Sie die Räume regelmäßig, damit Ihre Schleimhäute im Nasen- und Rachenraum nicht austrocknen.
  • Stärken Sie Ihr Immunsystem durch gesunde Ernährung, Bewegung, Wechselduschen, Saunagänge und viel Schlaf.

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