25.01.2019

Blutdruck-Messgeräte im Test

Viele Menschen kontrollieren ihren Blutdruck selbst. Das ist auch sinnvoll, denn: Um herauszufinden, wie hoch der Blutdruck wirklich ist, bedarf es mehrerer Messungen über einen längeren Zeitraum. Vor allem Personen, bei denen Bluthochdruck bereits diagnostiziert wurde, sollten regelmäßig messen. Jedoch liefert ein aktueller Test von 14 Blutdruck-Messgeräten zur Selbstmessung ein schlechtes Ergebnis: Nur 1 Gerät schaffte überhaupt das Testurteil „Gut“, der EcactFit 5 von Braun.

Testergebnis: Blutdruck-Messgeräte (0,6 MB)

Blutdruck-Messung meist ungenau

Die Ergebnisse sind ernüchternd und ärgerlich. Kein einziges Gerät schaffte beim wichtigsten Testkriterium „Blutdruck-Messung" ein besseres Ergebnis als „durchschnittlich". Das Kriterium „Blutdruck-Messung" beschreibt die Mess- und die Wiederholungsgenauigkeit.

Wie hat Stiftung Wartentest getestet?

Es wurden 14 Blutdruckmessgeräte zur Selbstmessung getestet: 6 für das Handgelenk und 8 für den Oberarm. Die Messgenauigkeit wurde an 16 Männern und 16 Frauen verschiedenen Alters mit niedrigem bis hohem Blutdruck überprüft. Jedes Gerät wurde pro Proband/-in 6-mal getestet. Zusätzlich wurde die Genauigkeit der Pulsmessung an den 32 Probanden/-innen sowie am Simulator geprüft. Am Simulator sowie bei den Testern/-innen wurde die Genauigkeit bei fehlerhafter Bedienung untersucht. Per Falltest wurde geprüft, welche Schäden die Geräte nach 12 Stürzen aus Tischhöhe aufwiesen. 5 Nutzer/-innen und eine Fachkraft prüften die Gebrauchsanleitung, den täglichen Gebrauch, die Anzeigen und Bedienelemente. Zusätzlich wurde die Batterie-Laufzeit gemessen.

Oberarm oder Handgelenk?

Geräte für den Oberarm sind meist teurer sowie sperriger und mühsamer anzulegen als die fürs Handgelenk. Der Vorteil der Oberarmgeräte besteht darin, dass sie automatisch richtig „auf Herzhöhe" sitzen. Bei Handgelenk-Geräten müssen die Nutzer/-innen sie in diese Position bringen, indem sie den Arm anwinkeln. Andernfalls drohen Messfehler.

So messen Sie richtig

  • Da der Blutdruck Schwankungen unterliegt, sind mehrere Messungen über einen längeren Zeitraum notwendig. Der beste Zeitpunkt für die Messungen ist morgens zwischen 6:00 und 9:00 Uhr und abends zwischen 18:00 und 21:00 Uhr - jeweils vor dem Essen und dem ersten Kaffee und vor einer Medikamenten-Einnahme.

  • Vor der Messung sollten Sie eine Ruhephase von mindestens 5 Minuten einhalten. Innerhalb der letzten Stunde sollten Sie sich auch körperlich nicht stark anstrengen und kein Nikotin, Koffein sowie Alkohol konsumieren.

  • Verwenden Sie ein passendes Gerät, dass mit einer Manschette ausgestattet ist, die zum Armumfang passt. Zu enge Manschetten ergeben zu hohe oder zu niedrige Werte.

  • Immer in Herzhöhe messen. Die Messungen sollten im Sitzen durchgeführt werden. Die Manschette muss sich in Herzhöhe befinden.

  • Die gemessenen Werte sollten so dokumentiert werden, damit Sie sie als Vorlage beim Arzt oder bei der Ärztin verwenden können. Treten bei wiederholten Messungen Werte über 135/85 auf, sollten Sie einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen.

Hinweis

In Kooperation mit  KONSUMENT bietet der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Oberösterreich jeden Monat einen neuen, aktuellen Test zum Download an. Weitere Tests aus dem aktuellen KONSUMENT-Heft.

Treten bei wiederholten Messungen Werte über 135/85 auf, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

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Treten bei wiederholten Messungen Werte über 135/85 auf, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

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