14.09.2021

Basilikum-Pesto im Test

Muss es mit dem Kochen einmal schnell gehen, sind Fertigpestos aus dem Supermarkt eine beliebte Wahl. Das Testmagazin KONSUMENT hat sich 13 Basilikum-Pestos genauer angesehen, darunter 5 Bio-Produkte, 2 davon als vegan ausgezeichnet. Das Ergebnis zeigt Luft nach oben - insbesondere bei Schadstoffen und Zutaten. Insgesamt erhielten nur 3 Pestos das Testurteil „gut“.

Testergebnis: Basilikum-Pesto (0,3 MB)

Nur dreimal Best­note bei Schad­stoffen

Bei den Schadstoffen wurden der Testsieger von Spar Natur pur - Bio Pesto alla genovese und das zweitplatzierte Pesto Basilico von Gustoni mit „sehr gut“ bewertet. Das dm Bio Pesto Basilico mit Pinienkernen hätte ebenfalls Testsiegerqualität gehabt, allerdings ist dessen Kennzeichnung „weniger zufriedenstellend“ gewesen wäre. 

Pestizide schädlich für Mensch und Um­welt

Kein einziges der getesteten Produkte weist so hohe Pestizidrückstände auf, dass der Verzehr mit einer akuten beziehungsweise chronischen Gesundheitsgefahr verbunden wäre. Pestizide sind jedoch für die Umwelt wie auch für die menschliche Gesundheit problematisch. So reichern sich bestimmte Chemikalien in der Umwelt an, schädigen Gewässer und Böden und töten nicht nur Schädlinge, die die Nutzpflanzen befallen, sondern auch Nutzinsekten, Vögel, Fische oder Regenwürmer. 

Was die menschliche Gesundheit anbelangt, zeigt sich die Schädlichkeit der eingesetzten Chemikalien oft erst nach Jahrzehnten. Langfristig können bestimmte Substanzen Krebs auslösen, die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen oder das Erbgut verändern. Verschärft wird diese Problematik dadurch, dass in einigen Produkten gleich mehrere Pestizide nachgewiesen werden konnten. So kann es zu einem Cocktaileffekt kommen: Die Chemikalien können sich gegenseitig beeinflussen und in ihren Wirkungen verstärken oder abschwächen. 

TIPP

Wer sichergehen möchte, sollte deshalb vorzugsweise zu Bio-Produkten greifen. In diesen konnten im Test keine Pestizide nachgewiesen werden.

Mineralöl­rück­stände fest­gestellt

Neben Pestiziden standen Mineralölrückstände im Fokus. In Lebensmittel können Mineralölrückstände etwa über die Verpackung gelangen. Die Verunreinigung kann aber auch durch Gewinnungs- und Verarbeitungsprozesse (etwa Schmierstoffe aus Produktionsanlagen), bei der Lagerung oder beim Transport passieren. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen (MOSH) und aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen (MOAH). Einige der MOAH-Verbindungen sind krebserregend. 

2 Produkte, das Pesto Verde von Billa bio und Pesto con Basilico Genovese der Marke Anfosso, fielen hier negativ auf.

Günstige Zutaten statt traditionellem Rezept

Basilikum-Pesto besteht im Wesentlichen aus folgenden Zutaten:

  • Basilikum
  • Hartkäse
  • Knoblauch
  • Olivenöl
  • Pinienkerne
  • Salz 

Im Test zeigten sich teilweise erhebliche Abweichungen:

  • So wird etwa gern Olivenöl durch billigeres Sonnenblumenöl ersetzt.
  • Eine weitere Sparvariante besteht darin, Pinienkerne durch günstigere Cashewkerne zu ersetzen.
  • Beim Geschmack tricksen die Hersteller gern mit Aromen, um teurere Zutaten einzusparen.
  • Was die Haltbarkeit und Verbesserung der Konsistenz anbelangt, behilft man sich gern mit Zusatzstoffen. 10 der 13 Pestos im Test enthielten Zusatzstoffe, so kommen hier Kartoffelflocken, Stärke oder pflanzliche Fasern aus Mais oder gar Bambus zum Einsatz.

Hinweis

In Kooperation mit  KONSUMENT bietet der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Oberösterreich jeden Monat einen neuen, aktuellen Test zum Download an. Weitere Tests aus dem aktuellen KONSUMENT-Heft.

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