26.11.2021

Backdekor mit Titan­dioxid: Verzichten Sie vorsorglich darauf!

Weiße, glitzernde Back-Deko steht gerade zur Weihnachtszeit hoch im Kurs. Diese enthält oftmals den Farbstoff Titandioxid (E171). Neuen Studienergebnissen zufolge gilt die Substanz als nicht mehr sicher und ihre Verwendung als Lebensmittelzusatzstoff wird voraussichtlich ab 2022 EU-weit verboten.

Bei einer Marktrecherche zu Backdekorwaren haben die Konsumentenschützer/-innen der Arbeiterkammer Oberösterreich insgesamt 92 Produkte gefunden, bei denen Titan­dioxid in der Zutatenliste aufscheint. Die Experten/-innen der Arbeiterkammer OÖ raten: Konsumenten/-innen sollten aus Vorsorgegründen lieber zu Titandioxid-freien Alternativen greifen.

Titandioxid in Backdekor: Produktliste (0,5 MB)

Farbstoff nicht sicher

Zur Weihnachtszeit freuen sich Kinder und Erwachsene gleichermaßen auf das traditionelle Kekse backen. Zum Verzieren dieser sowie anderer süßer Bäckereien werden gerne Glitzerperlen, bunte Streusel oder weißer Fondant verwendet. In diesen steckt nicht selten der Lebens­mittelzusatzstoff E171. Dabei handelt es sich um das weiße Farbpigment Titandioxid.

Dieses wurde erst kürzlich von der Europäischen Behörde für Lebens­mittelsicherheit EFSA als nicht sicher eingestuft. Eine erbgutverändernde (gentoxische) Wirkung dieses Farbstoffes kann nicht ausgeschlossen werden. Eine akzeptable tägliche Aufnahmemenge konnte bislang nicht genannt werden. 

Titandioxid meiden

Titandioxid wird voraussichtlich ab 2022 mit einer 6-monatigen Auslaufphase als Lebensmittelzusatzstoff auf EU-Ebene verboten werden. Die AK-Konsumentenschützer/-innen sind allerdings der Auffassung, dass Konsumenten/-innen aufgrund der Sicherheitsbedenken bereits jetzt auf Produkte mit diesem Problemstoff verzichten sollten.

Aus gegebenem Anlass wurde von Ende Oktober bis Anfang November ein Marktcheck zu Titandioxid in Backdekorartikeln durchgeführt. Insgesamt 92-mal wurden die Experten/-innen der Arbeiterkammer OÖ in den Zutatenlisten fündig. 

Blick aufs Etikett

Besonders häufig findet man Titan­dioxid als Lebensmittelzusatzstoff E171 in Zuckerstreuseln, Zuckergüssen, Kaugummis, Backwaren oder Saucen. Wer den Problemstoff vorsorglich meiden möchte, muss genau hinsehen. Bei verpackten Waren muss eine Kennzeichnung mit der Klassenbezeichnung „Farbstoff“ gefolgt von der Bezeichnung „Titandioxid“ oder der E-Nummer („E 171“) im Zutatenverzeichnis vorhanden sein. 

 

TIPP

In Bio-Lebensmitteln ist Titandioxid grundsätzlich verboten. 

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