15.11.2017

14 Babyfone im Test - Nur eines ist empfehlenswert!

Mit Babyfonen können Eltern ihre Kinder beruhigt alleine schlafen lassen. Sie kaufen Modelle mit ausreichender Reichweite und möglichst guter Übertragungsqualität. Doch viele Geräte setzen Kinder unnötig starkem Elektrosmog aus. 

Im aktuellen Test hat nur das Angelcare Babyphon AC423-D die Note „sehr gut“ bekommen. 7 von 14 Geräten fallen wegen inakzeptabler Elektrosmogwerte mit „ungenügend“ und 3 mit „mangelhaft“ durch.

Testergebnis: Babyfone produzieren zu viel Elektrosmog (1,8 MB)


Elektrosmog: So wenig wie möglich

Weil sich Babys noch in der Entwicklung befinden, sind sie gegenüber elektromagnetischer Strahlung besonders empfindlich. Bei der Auswahl eines Babyfones sollten Sie deshalb besonders vorsichtig sein. Viele davon senden häufig mit gepulster Funktechnologie, wie sie auch in Handys oder Schnurlostelefonen (DECT) verwendet wird. 

Solche Funkwellen können Studien zufolge Hirnströme verändern. Experten/-innen der WHO haben Handystrahlung 2011 als „möglicherweise krebserregend“ eingestuft. Babys sollten daher so wenig wie möglich Elektrosmog ausgesetzt sein. Verwenden Sie deshalb nur Babyfone mit möglichst niedriger Feldintensität und in einem möglichst großen Abstand zu Kindern.

Nur Angelcare Babyphon AC423-D überzeugt

14 Babyfone wurden auf Felder, Strahlung, Akustik, Ausstattung und Sicherheit geprüft. Empfehlenswert ist lediglich das Angelcare Babyphon AC423-D, welches bereits im letzten Test 2014 als Testsieger hervorging.

7 Geräte erhielten die Note „ungenügend“ und drei schnitten „mangelhaft“ ab. 

Bei 10 Geräten wurde die Strahlungsstärke im Sinne eines vorbeugenden Verbraucherschutzes als „stark erhöht“ bewertet. Diese Geräte nutzen die digital gepulsten Funktechnologien DET und FHSS; wovor zahlreiche Experten/-innen seit Jahren warnen. 5 Babyfone senden unnötigerweise auch dann, wenn es gar kein Geräusch zu übertragen gibt.

Bei insgesamt 9 Babyfonen lässt sich die Reichweitenkontrolle nicht abstellen. Das heißt, dass das Babyteil permanent kontrolliert, ob es mit dem Elternteil verbunden ist und dabei Strahlung durchs Zimmer schickt. 2 weitere Geräte werden als Dauersender abgewertet.

Gute Ergebnisse in Akustik, Ausstattung und Technik

In den Teilergebnissen Technik und Sicherheit sowie Akustik konnten hingegen alle getesteten Produkte überzeugten. Keines der Modelle schnitt schlechter als "gut" ab. 

Bei der Ausstattung erhält nur ein Produkt ein „befriedigend“, alle übrigen sind besser.

Auch bei der Reichweite und Übertragungsqualität gab es wenig zu bemängeln. Selbst das schwächste Babyfon reicht drinnen durch Wände aus Gipsfaserplatten und draußen weiter als 150 Meter.

Nur 2 Produkte schneiden in der Sprachqualität schlechter als „gut“ ab.

Tipps für Eltern

  • Platzieren Sie das Babyfon so weit weg vom Kind wie möglich - mindestens jedoch einen Meter - da die Elektrosmogbelastung mit der Entfernung abnimmt.

  • Vermeiden Sie Dauersender und ständige Reichweitenkontrolle.

  • Wenn Sie niederfrequente elektrische Felder am Netzteil vermeiden wollen, verwenden Sie ein Babygerät mit Akkus oder Batterien.

  • Die Übertragungsqualität mancher Geräte leidet in der Nähe der Mikrowelle. Halten Sie Babyfone daher am besten von Mikrowellen fern.

hinweis

In Kooperation mit ÖKO-TEST bietet der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer OÖ jeden Monat einen neuen, aktuellen Test zum Download an.

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