06.12.2021

Babyfeuchttücher im Vergleich

Für die schnelle Reinigung unterwegs sind Babyfeuchttücher sehr praktisch. Wie sieht es aber mit den Inhaltstoffen und der Umweltfreundlichkeit aus? Konsument hat 11 Produkte einem umfangreichen Praxistest unterzogen. Die Feuchttücher wurden bei 30 Babys im Alter zwischen 6 und 36 Monaten 1 Woche lang getestet. Die Ergebnisse sind erfreulich: 10 von 11 Produkten wurden im Praxistest mit „gut“ bewertet und nur eines war „durchschnittlich“.  Testsieger ist Pampers aqua Pure um 2,95 Euro, knapp gefolgt von den Hipp Feuchttüchern Ultra Sensitiv zum Preis von 3,95.

Testergebnis: Babyfeuchttücher (0,5 MB)

Inhaltstoffe und Umwelt­freundlichkeit getestet

Potenzielle Reizstoffe wie Alkohol, Duftstoffe, ätherische Öle, Seifen oder scharfe Tenside haben in Babytüchern nichts zu suchen. Bewertet wurden die Inhaltstoffe der Babyfeuchttücher basierend auf den Informationen auf den Verpackungen.

Dabei wurde auf das Vorhandensein von Parfum, allergenen Duftstoffen, (potenziellen) endokrinen Disruptoren (so bezeichnet man Substanzen, die im Körper das hormonelle Gleichgewicht negativ beeinflussen können) und auf andere bedenkliche Stoffe geachtet.

Auch die Umwelteigenschaften der Produkte und die korrekte Deklaration auf der Verpackung flossen ins Gesamtergebnis ein.

Baumwolle ökologisch bedenklich

Das Material kann erdölbasiert sein (z.B. Polyester) oder „naturbasierteren“ Ursprungs, z.B. Zellstoff oder Baumwolle. In einer gesamthaften Umweltbetrachtung schneiden Synthetik-Produkte gar nicht so schlecht ab. Baumwollbasierte Tücher haben wegen des enorm hohen Wasserverbrauchs und der Verwendung von mitunter großen Mengen an Spritz­mitteln beim Baumwollanbau einen weitaus größeren ökologischen Fußabdruck. Aus Umweltsicht noch am besten schneiden Tücher aus Zellstoff ab.

Allergene Duft­stoffe

Nur 2 Produkte enthalten deklarationspflichtige allergene Duftstoffe: Nivea Baby Fresh & Pure (enthält Benzylalkohol und Linalool) sowie Natracare Baby Wipes (enthält Limonene und Linalool). Entsprechend finden sich diese beiden Produkte auch am Ende der Testtabelle wieder. Im aktuellen Test konnte hinsichtlich (potenziell) endokriner Disruptoren Entwarnung gegeben werden.

Nur mit Wasser reinigen?

Hinsichtlich der Gretchenfrage, ob nun die Reinigung mit Wasser oder die Verwendung von Feuchttüchern besser für den Babypopo ist, zeigen Studien: Die bessere Variante gibt es nicht. In keiner Studie konnte die Überlegenheit der einen Reinigungsform gegenüber der anderen festgestellt werden. Aus Umweltsicht ergibt sich daraus freilich der Umkehrschluss, dass die Variante „reinigen nur mit Wasser“ zu präferieren ist. Wobei für unterwegs Feuchttücher einfach praktisch sind.

Alternativ-Produkte

2 Alternativen zu Feuchttüchern wurden ebenfalls mitgetestet: waschbare Waschlappen aus einer Baumwoll-Polyester-Mischung („Bambino Mio“) und Einwegtücher (Mulltücher) aus der Apotheke.

  • Einwegtücher konnten nicht überzeugen.
  • Der Waschlappen hingegen überzeugte die Testpersonen. 3 von 4 sprachen eine Kaufempfehlung für dieses Produkt aus. Der Mehrweg-Waschlappen ist um knapp 11 Euro im Handel erhältlich.

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In Kooperation mit  KONSUMENT bietet der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Oberösterreich jeden Monat einen neuen, aktuellen Test zum Download an. Weitere Tests aus dem aktuellen KONSUMENT-Heft.

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