09.11.2016
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Reiswaffeln – Krebserregendes Arsen in Snacks für Kleinkinder

Wir haben 19 Reiswaffeln – 3 Bioprodukte für Kleinkinder, 9 bio und 7 konventionelle Produkte – ins Labor geschickt und in erster Linie auf Arsen untersucht. Dazu waren Acrylamid, Mineralöl und Cadmium im Fokus. Das Ergebnis fiel schlecht aus: Nur Hipp Kinder Reiswaffeln erhielten die Note „sehr gut“ und können guten Gewissens empfohlen werden.

Mehr als die Hälfte der Produkte "ungenügend":

  • Hipp ist der einzige Hersteller im Test, der mit einer sehr geringen Arsenbelastung aufgefallen ist und auch sonst wurden keine bedenklichen Inhaltsstoffe entdeckt.

  • Bei den Bio-Produkten für Kleinkinder gab es außerdem einmal „befriedigend“ und einmal „mangelhaft“. Damit schnitt diese Produktgruppe noch am besten ab.

  • Bei den Bio-Reiswaffeln, die nicht explizit für Kinder angeboten werden, finden sich 3 „befriedigend“ und ein „ausreichend“.

  • Die konventionellen Reiswaffeln kamen nicht über ein „ausreichend“ hinaus.

  • Insgesamt 10 der getesteten Reiswaffeln rasselte mit „ungenügend“ durch.

Wie kommt das Arsen in die Waffeln?

Das Gift riecht man nicht, sieht es nicht und es schmeckt nach nichts. Über die Wurzeln nimmt die Pflanze das Arsen aus der Erde und dem Wasser auf. Im Reis steckt oft besonders viel Arsen, weil die Felder mit Wasser geflutet werden und die Reispflanze das Gift aufnimmt und in den Körnern anreichert. Arsen steckt auch in manchen Düngern oder Klärschlämmen.

Die Reiswaffeln sind oft höher belastet als der Reis selbst. Die Gründe dafür sind bislang nicht komplett erforscht. Ein Grund ist, dass der Reis beim Erhitzen in Backformen  Flüssigkeit verliert, wodurch sich die Arsen in den Waffeln konzentriert.

Auch gefunden: Acrylamid, Cadmium und Mineralöl

Acrylamid entsteht, wenn stärkehaltige Lebensmittel hoch erhitzt werden. Acrylamid wird als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Den Richtwert für Getreidebeikost, der für die Reiswaffeln, die nun einmal auch von Babys und Kleinkindern gegessen werden, angesetzt wurde, überschreiten die meisten der getesteten Waffeln.

Das nierenschädliche Schwermetall Cadmium nimmt der Reis ebenfalls über den Boden auf, wo es natürlich vorkommt aber auch über Düngemittel und Klärschlamm eingebracht wird. In 3 konventionellen Produkten wurde eine zu hohe Dosis festgestellt.

3 Produkte sind mit gesättigten Mineralölen (MOSH/POSH) belastet, 2 Bio-Produkte sogar zusätzlich mit aromatischen (MOAH). MOSH können sich im Körper anreichern und haben in Tierversuchen zu Organschäden geführt, MOAH stehen zudem unter Krebsverdacht. Mineralöle stecken in vielen Lebensmitteln. Im Verdacht stehen Verpackungsübergänge und Schmieröle, die in Maschinen während der Produktion ein-gesetzt werden.

Darf ich Reiswaffeln essen? Was ist mit Reis?

  • Geben Sie Babys und Kleinkindern keine Reiswaffeln. Dinkelstangen oder Zwieback sind eine gute Alternative zum Knabbern.

  • Ältere Kinder und Erwachsene können gelegentlich Reiswaffeln essen. Greifen Sie zu Produkten, die für Babys und Kleinkinder ausgelobt sind, da hier strengere Grenzwerte gelten und diese auch hier im Test besser abschnitten.

  • Reis darf ruhig auf den Tisch, allerdings nicht jeden Tag.     

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